Weltpolitik

Zehn Palästinenser wegen Anschlagsplänen festgenommen

Vor der Küste des Gazastreifens sind zehn Palästinenser wegen mutmaßlicher Anschlagspläne gegen die israelische Marine festgenommen worden. Wie der israelische Inlandsgeheimdienst Shin Beth am Mittwoch mitteilte, wird den Männern vorgeworfen, Raketenangriffe auf israelischen Marineschiffe geplant zu haben.

Die Palästinenser, die aus der Stadt Rafah am Südrand des Gazastreifens stammen, wurden laut Geheimdienst bereits am 12. März festgenommen, als sie sich auf einem Schiff außerhalb der Zone befanden, die von der israelischen Armee zur Fischerei freigegeben ist.

Einer der Männer, ein 24-jähriger Fischer, sei in "terroristische Aktivitäten" der Organisation Islamischer Jihad verwickelt. Die Führung der radikalen Palästinenserorganisation in Rafah habe ihn darauf angesetzt, Informationen zu sammeln. Damit sollten laut Geheimdienst Angriffe mit Kornet-Raketen auf die israelischen Schiffe vorbereitet werden.

Die Verdächtigen hätten geplant, ein israelisches Schiff zu versenken und israelische Marinesoldaten gefangen zu nehmen, um sie gegen in Israel inhaftierte Palästinenser einzutauschen.

Die Mitteilung des Shin Beth erfolgt parallel zu den palästinensischen Protesten an der Grenze zwischen dem Gazastreifen und Israel. Bei den gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen israelischer Armee und den Demonstranten wurden seit vergangenem Freitag 17 Palästinenser getötet. Die radikalislamische Hamas rief zu weiteren Massendemonstrationen auf.

Quelle: Apa/Ag.

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