Weltpolitik

Zehntausende Südkoreaner fordern Rücktritt der Präsidentin

Nach der vorläufigen Entmachtung der südkoreanischen Präsidentin Park Geun-hye haben Zehntausende an Demonstrationen für und gegen die Politikerin teilgenommen. Die Menschen, die am Samstag im Zentrum von Seoul den sofortigen Rücktritt der konservativen Staatschefin forderten, waren dabei weit in der Überzahl. In der Nähe forderten Tausende, dass Park wieder die Amtsgeschäfte übernehmen solle.

Zehntausende gingen im Zentrum von Seoul auf die Straße.  SN/APA (AFP)/JUNG YEON-JE
Zehntausende gingen im Zentrum von Seoul auf die Straße.

Mehr als 18.000 Bereitschaftspolizisten waren nach Berichten südkoreanischer Medien im Einsatz, um eventuelle gewalttätige Auseinandersetzungen zwischen den Gruppen zu verhindern. Die Kundgebungen, die sich teilweise zeitlich überschnitten, fanden in der Nähe des von der Polizei abgeschirmten Präsidentenpalastes statt. 

In den vergangenen Wochen waren die jeweils am Samstag organisierten Kerzenlicht-Demonstrationen gegen Park weitgehend friedlich verlaufen. Hintergrund ist eine Korruptionsaffäre der Präsidentin um eine langjährige Freundin.

Das Parlament hatte am 9. Dezember mit großer Mehrheit für die Einleitung eines Amtsenthebungsverfahrens gegen Park gestimmt. Die endgültige Entscheidung über ihre Absetzung liegt beim Verfassungsgericht. Die Opposition wirft Park Verstöße gegen das Grundgesetz und andere Gesetze vor. Ihre Amtsgeschäfte führt derzeit Ministerpräsident Hwang Kyo-ahn kommissarisch.

Quelle: Apa/Dpa

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