Weltpolitik

Zentralen von Oppositionsparteien im Kongo in Brand gesetzt

Bei Brandanschlägen auf die Zentralen von Oppositionsparteien in der Demokratischen Republik Kongo sind mindestens zwei Menschen getötet worden. Reporter sahen in der Parteizentrale der größten Oppositionspartei Union für Demokratie und Sozialen Fortschritt (UDPS) in Kinshasa am Dienstag in der Früh zwei Leichen sowie zwei in Flammen stehende Menschen und einen Verletzten.

Zentralen von Oppositionsparteien im Kongo in Brand gesetzt SN/APA (AFP)/EDUARDO SOTERAS
Situation im Kongo eskaliert immer mehr.

Auch die Hauptsitze der Parteien Fonus und MLP wurden in Brand gesetzt. Am Montag waren bei gewaltsamen Zusammenstößen zwischen der Polizei und Demonstranten nach Oppositionsangaben in Kinshasa mehr als 50 Menschen getötet worden. Die Opposition macht in der kongolesischen Hauptstadt gegen Staatschef Joseph Kabila mobil, dessen Amtszeit am 20. Dezember endet. Die Opposition befürchtet, dass er an der Macht festhalten will.

Kabila steht seit 2001 an der Staatsspitze. Gemäß der Verfassung kann er nicht für eine weitere Amtszeit kandidieren. Allerdings gab es bisher keine Anzeichen, dass die Regierung eine Neuwahl organisiert.

Quelle: Apa/Ag.

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