Weltpolitik

Zivil-militärische Ausbildungsprojekte mit Libanon geplant

Österreich wird dem Libanon Möglichkeiten für Trainingskooperationen im zivil-militärischen Bereich öffnen. Das vereinbarte Verteidigungsminister Mario Kunasek (FPÖ) mit seinem libanesischen Amtskollegen Yacoub Sarraf am Dienstag bei einem Besuch in Beirut.

Angesichts der sensiblen Grenze des Südlibanon zu Israel zeigt Beirut naturgemäß großes Interesse an österreichischem Know-how im Bereich des Grenzmanagements, wie Generalmajor Johann Frank, Leiter der Direktion für Sicherheitspolitik im Verteidigungsministerium, im Telefonat mit der APA berichtete. Die Kooperationsmöglichkeiten reichten aber darüber hinaus in den Bereich des Schutzes von Zivilpersonen im Konfliktfall und weiteren Ausbildungsprogrammen für die libanesischen Streitkräfte.

Konkret sollen den libanesischen Kollegen derzeit in Österreich stattfindende UNO-und NATO-zertifizierte Kurse des Bundesheeres zugänglich gemacht werden, wie Frank erklärte. Möglich wäre aber auch der Einsatz heimischer Ausbildungsteams - etwa im Bereich des Grenzmanagements - im Libanon. Weitere Gespräche im kommenden Jahr sollen hier zu konkreten Entscheidungen führen.

Am Vortag hatte Kunasek dem österreichischen Kontingent bei der UNIFIL-Mission einen Besuch abgestattet. Die derzeit 183 Blauhelme sind im Rahmen der "United Nations Interim Forces in Lebanon" im Südwesten des Landes hauptsächlich mit Transportlogistik und Camp-Management befasst. Die insgesamt knapp 12.000 UNIFIL-Soldaten haben seit 1978 die schwierige Aufgabe, die Sicherheitslage an der libanesisch-israelischen Grenze zu überwachen.

Quelle: APA

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