Weltpolitik

Zivilisten bei erneuten Gefechten in Kaschmir getötet

In der zwischen Indien und Pakistan umstrittenen Grenzregion Kaschmir hat es erneut Tote und Verletzte auf beiden Seiten gegeben. Die indische Nachrichtenagentur PTI berichtete am Freitag, bei bereits zwei Tage andauerndem Granatenbeschuss von pakistanischen Grenzschützern seien zwei Zivilisten getötet worden. Außerdem habe es mindestens drei Verletzte gegeben.

Indien und Kaschmir streiten um die Herrschaft über Kaschmir SN/APA (AFP)/TAUSEEF MUSTAFA
Indien und Kaschmir streiten um die Herrschaft über Kaschmir

Die Vorfälle ereigneten sich demnach in den Distrikten Jammu und Samba und richteten sich gegen 40 indische Grenzposten sowie mehr als 40 Dörfer. Die Gefechte dauerten noch immer an. Die indische Armee habe darauf reagiert und ebenfalls über die Grenze gefeuert.

Von pakistanischer Seite hieß es hingegen, in der Grenzstadt Sialkot seien durch indisches Feuer ein Zivilist getötet und neun weitere Menschen verletzt worden. Das pakistanische Außenministerium teilte mit, seit Neujahr habe die indische Armee in 125 Fällen in Richtung Pakistan geschossen.

Am Montag waren an der umstrittenen Grenze vier pakistanische Soldaten getötet worden, am Donnerstag drei Zivilisten und ein indischer Soldat. Seit der Unabhängigkeit des früheren Britisch-Indien und seiner Trennung in Indien und Pakistan im Jahr 1947 streiten die beiden Länder um die Herrschaft über Kaschmir. Sie haben bereits zwei Kriege um die Region geführt.

Quelle: Apa/Dpa

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