Weltpolitik

Zölibat: Vorarlberger Bischof Elbs offen für Diskussion

Vorarlbergs Landesbischof Benno Elbs unterstützt Papst Franziskus in seiner Haltung, über die Weihe von verheirateten Männern zu Priestern nachzudenken.

Glaubensweitergabe muss laut Bischof Elbs gesichert werden.  SN/APA (Archiv/Caritas)/MAURICE SHO
Glaubensweitergabe muss laut Bischof Elbs gesichert werden.

"Man kann über alles diskutieren und soll das auch tun", sagte Elbs im Interview mit den "Vorarlberger Nachrichten" (Samstag-Ausgabe). Für Regionen mit sehr wenigen Priestern werde es eine Lösung brauchen, so der Diözesanbischof von Feldkirch.

Über eine Lösung für dieses Problem müsse die Kirche nachdenken, sagte Elbs in dem Interview, das anlässlich der bevorstehenden Österreichischen Bischofskonferenz in der Vorarlberger Benediktiner-Propstei St. Gerold (ab Montag) geführt wurde. Er unterstrich, dass es darum gehe, die Glaubensweitergabe auch künftig zu sichern.

Papst Franziskus erteilte in einem Interview in der aktuellen Ausgabe der deutschen Wochenzeitung "Die Zeit" dem freiwilligen Zölibat zur Bekämpfung des Priestermangels grundsätzlich eine Absage. Das sei "keine Lösung", sagte er. Man müsse aber darüber nachdenken, "ob Viri probati eine Möglichkeit sind. Dann müssen wir auch bestimmen, welche Aufgaben sie übernehmen können, zum Beispiel in weit entlegenen Gemeinden", erklärte der Papst. "Viri probati" sind "bewährte Männer", die zwar verheiratet sind, aber aufgrund ihres nach katholischen Maßstäben vorbildlich geführten Lebens zu Diakonen geweiht werden können.

Quelle: APA

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