Weltpolitik

Zwei Anklagen nach tödlichen Krawallen in Nordirland

Im Zusammenhang mit den Ausschreitungen im nordirischen Londonderry, die zum Tod der Journalistin Lyra McKee führten, sind zwei Männer angeklagt worden. Die 38 und 51 Jahre alten Männer erschienen am Samstag erstmals vor Gericht. Unter anderem wird ihnen Landfriedensbruch, Brandstiftung und das Hantieren mit Molotowcocktails vorgeworfen, wie die Polizei in Nordirland mitteilte.

Sie sollen auf Anordnung des Gerichts bis auf Weiteres in Untersuchungshaft bleiben, berichtete die BBC. Zwei weitere Männer, die zeitgleich mit den beiden Angeklagten am Donnerstag festgenommen worden waren, wurden ohne Anklage wieder auf freien Fuß gesetzt.

Die 29-jährige Journalistin Lyra McKee war am 18. April 2019 bei Ausschreitungen in der Stadt Londonderry erschossen worden. Die militante Gruppe "Neue IRA" bekannte sich zu der Tat, stellte sie aber als "tragisches" Versehen dar. Wer die Waffe abgefeuert hat, durch die McKee ums Leben kam, war weiterhin unklar.

Die katholisch-nationalistische "Neue IRA" ging aus Splittergruppen der Untergrundorganisation IRA (Irisch-Republikanische Armee) hervor, die zwischen 1968 und 1997 mit gewaltsamen Mitteln versuchte, eine Vereinigung der beiden Teile Irlands herbeizuführen. Erst mit dem Karfreitagsabkommen von 1998 endete der Konflikt, bei dem etwa 3.700 Menschen ums Leben kamen und 50.000 verletzt wurden.

Quelle: Apa/Dpa

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