Weltpolitik

Zwei Palästinenser bei Zusammenstößen an Gaza-Grenze getötet

An der Gaza-Grenze sind zwei Menschen nach palästinensischen Angaben bei gewaltsamen Zusammenstößen mit der israelischen Armee erschossen worden. Mindestens 241 weitere Menschen wurden verletzt, wie das palästinensische Gesundheitsministerium in Gaza am Freitag mitteilte. Davon hätten 50 Schussverletzungen erlitten.

Erneut Zusammenstöße an der Gaza-Grenze SN/APA (AFP)/SAID KHATIB
Erneut Zusammenstöße an der Gaza-Grenze

Israelische Medien hatten zuvor berichtet, der Freitag sei ein Testlauf für die Chancen auf ein Abkommen der gegenseitigen Ruhe zwischen Israel und der Hamas. Beide Seiten verhandeln demnach mithilfe von Ägypten über eine entsprechende Vereinbarung. Die im Gazastreifende herrschende Hamas hat dies bestätigt. Am Donnerstag sprach der israelische Minister für regionale Kooperation, Tzachi Hanegbi, im israelischen Radio ebenfalls von Verhandlungen zwischen beiden Seiten.

Seit Ende März sind bei Protesten und Zusammenstößen nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Gaza rund 170 Palästinenser von israelischen Soldaten getötet worden. Ein israelischer Soldat wurde erschossen.

Die Palästinenser fordern ein Ende der Gaza-Blockade und ein Recht auf Rückkehr in ihre frühere Heimat oder die ihrer Eltern und Großeltern. Diese Dörfer oder Städte gehören heute zum israelischen Staatsgebiet. Sie beziehen sich dabei auf Flucht und Vertreibung Hunderttausender Menschen im Zuge der israelischen Staatsgründung 1948. Israel lehnt die Forderungen ab.

Die radikalislamische Hamas wird von Israel, der EU und den USA als Terrororganisation eingestuft. Sie hat sich die Zerstörung Israels auf die Fahne geschrieben.

Quelle: Apa/Dpa

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