Salzburg

50 neue Jobs bei Maco im Lungau

Hochsicherheitsschlösser werden vor allem nach Großbritannien verschifft.

50 neue Jobs bei Maco im Lungau SN/maco
„Wir wollen trotz des Brexits neue Arbeiter einstellen.„ (Guido Felix, Geschäftsführer)

Vergangenes Jahr stempelten jeden Tag 67 Mitarbeiter am Maco-Standort in Mauterndorf ein. Aktuell sind es 114. Mehr als hundert sind in der Produktion tätig. Damit hat sich die Zahl der Arbeiter fast verdoppelt. Die neuen Mitarbeiter kommen alle aus der Region.

Das Werk im Lungau ist auf Schlossherstellung spezialisiert. Laut Guido Felix, Vorsitzendem der Geschäftsführung, werden heuer 650.000 Schlösser mit Mehrpunktverriegelung das Werk in Mauterndorf verlassen. "Damit leisten wir einen wertvollen Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung des Lungaus."

Die Türschlösser reisen weiter: Ein Drittel der Produktion wird über den Ärmelkanal transportiert. Die Schlösser seien den speziellen Sicherheitsanforderungen Großbritanniens angepasst, heißt es. Der britische Markt wachse im zweistelligen Bereich. In den vergangenen drei Jahren habe Maco mehr als 50 namhafte Neukunden gewonnen. Neben Großbritannien sind Frankreich und Polen wichtige Märkte. Die Exporte in diese Länder steigen um 25 Prozent.

Im Marktsegment Türschlösser sieht Felix auch künftig einen klaren Wachstumsmarkt. Trotz des bevorstehenden Brexits und 20 Prozent Wechselkursverlusten seit November will der Geschäftsführer die neuen Arbeiter halten - und sogar noch weitere einstellen. Nächste Woche fangen acht bis zehn neue Mitarbeiter im Lungau an. Die 20 Leiharbeiter werden weiter beschäftigt - trotz der bestehenden Unsicherheiten. 20 der rund 50 neuen Arbeiter haben noch befristete Dienstverhältnisse.

Maco stelle die Stammmitarbeiter auf ein individuelles Prämiensystem um, um sie vor negativen Folgen des Brexits abzusichern, heißt es. Die Prämien richten sich nun nach der Qualität der von den Arbeitern produzierten Schlösser. Zuschüsse gebe es auch für Ideen, wie die Produktion optimiert werden könne.

Die guten Nachrichten folgen einem schwierigen Jahr: 2015 musste Maco österreichweit 110 Mitarbeiter kündigen. Anfang des Jahres gab es zudem Diskussionen um ein Prämiensystem, das Maco am Standort Salzburg eingeführt hat. Das von der Gewerkschaft eingeleitete Verfahren hat der Beschlägehersteller aber vor Kurzem gewonnen.

Seit Jahresbeginn stellte Maco österreichweit 210 neue Mitarbeiter ein. Neben dem Lungau stieg auch der Personalstand in Salzburg und in Trieben. Als Grund für den Ausbau nennt Felix die steigende Auftragslage sowie Innovationen im Bereich der automatischen und der Hochsicherheitsschlösser.

Ab Jänner bietet Maco Smart-Home-Lösungen an. Felix: "Die ersten Teile sind fertig. Wir werden sie auf der Bau-Messe in München vorstellen." Mit der Haussteuerungstechnik lassen sich Türen öffnen und schließen. Sensoren melden aufziehende Unwetter. Die Fenster werden dann automatisch geschlossen.

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