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Hoch über dem Fuschlsee

Eine gemütliche Herbstwanderung führt auf den unscheinbaren, aber dennoch lohnenden Gipfel des Filbling.

Hoch über dem Fuschlsee SN/tonis
Auf der Gipfelschneid am Filbling. 

Was die Aussicht betrifft, kann es schon sein, dass der Filbling im Herbst zweierlei bietet: einerseits den ungehindert freien Blick auf die grünen Gipfel der Osterhorngruppe, andererseits auf ein Nebelmeer, unter dem sich die Salzkammergut-Seenlandschaft verbirgt und die Berggipfel wie Inseln herausragen. So kommt es jetzt schon vor, dass die Herbstsonne die Nebelfelder nicht mehr ganz auftrocknen kann. Doch zum Sonnetanken auf der Gipfelschneid des Filbling (1307 m) reicht es allemal. Obwohl diese unscheinbare "Fuschlsee-Bergbegrenzung" beinahe bis ganz oben bewaldet ist, eignet sie sich bestens für eine Herbstwanderung. Der Anstieg kann auch vom Fuschlsee erfolgen, doch jetzt an den milden Spätherbsttagen ist der Anstieg von der Faistenauer Seite eher begünstigt.

Der Ausgangspunkt (in der Tiefbrunnau bei Faistenau) liegt entweder beim Gasthof Steinbräu oder nach Weiterfahrt bei der dritten Kehre am Pillsteinweg. Hier setzt der rot-weiß-rot markierte Anstieg fort und führt auf einem Ziehweg gleich ordentlich steil bergauf. Die Route folgt dann im Wald der Markierung bis zu den sonnigen Wiesen der Sattelalm hinauf. Beim ersten Almgebäude links durch die Hecken- und Baumreihe. Am oberen Wiesenrand (rechts neben dem neu erbauten Gebäude) lädt eine Rastbank unter einem Ahornbaum für eine Verschnaufpause ein. Von diesem stimmungsvollen Rastplatz geht es dann ziemlich direkt durch den Wald bergauf, anschließend folgt der Anstieg wieder gemütlich und mit guter Aussicht einem Schlag bis in den Filblingsattel hinauf. Der verschwiegene Filblingsee liegt etwas tiefer in der Waldsenke. Vom Sattel steigt der weitere Anstieg durch den lichten Buchenwald zügig an und führt den steilen fels- und wurzeldurchsetzten Kamm zur Wiesenschneid hinauf, bevor der Weg überraschend flach, fast eben zum Gipfelkreuz (1307 m) hinüberführt.

Der Abstieg taucht gleich dahinter wieder in den Wald ein. Nördlich und gut 100 Meter tiefer zweigt links der Weg zurück in die Tiefbrunnau (WW Faistenau) ab, führt die steile Waldflanke hinab und trifft auf eine Forststraße, der links zu den Wiesen der Sattelalm gefolgt wird. Dann auf dem Anstiegweg zum Ausgangspunkt zurück.

So kommen Sie hin: Von Hof (Kreisverkehr Baderluck) in Richtung Faistenau. Am Ort vorbei, dann links in die Tiefbrunnau abzweigen. Beim
Gh. Steinbräu beginnt der Pillsteinweg. Auf der schmalen Straße bis zur dritten Kehre hinauf (ca. 0,9 km).
GZ/HU: 3¼-4 Std./450-540 m. Markierungen und Wegweiser beachten.

Karte: f & b WK 391.

Quelle: SN

Aufgerufen am 19.11.2018 um 11:30 auf https://www.sn.at/salzburg/aktiv/hoch-ueber-dem-fuschlsee-3092131

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