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Kunst im Vorübergehen

Der Leube-Skulpturenweg in St. Leonhard wurde 2008 begonnen und wird ständig erweitert. Er bietet ein faszinierendes Wechselspiel aus Kunst und Natur.

Kunst im Vorübergehen SN/sn
Obwohl im Kern aus Beton ist die Pixelröhre noch transparenter als Glas.  

Seit 150 Jahren wird in St. Leonhard-Gartenau von der Familie Leube Zement produziert. Ein bevorzugter Werkstoff für monumentale Bauten aller Art, den übrigens schon die Römer vor 2000 Jahren verwendeten. Eine ganz andere Seite des Zements präsentieren verschiedene Künstler auf dem Leube-Skulpturenweg entlang der Königseeache. Das Ergebnis ist verblüffend: Einmal als Plattform schwebend zwischen den Bäumen, dann - obwohl tonnenschwer - beinahe filigran in Kreuzesform.

Aussagekräftig ist auch die symbolische Spirale aus jungen Weiden, versehen mit den Namen der Mitarbeiter, die um die Büste des Firmengründers Gustav Ernst Leube immer dichter zusammenwächst. Neu ist die riesige Röhre Leonhard 8/8, in der sich der Besucher in unzähligen pixelartigen Spiegelungen wiederfindet. Der Kunstspaziergang entlang der Ache und des Almkanals nimmt rund eineinhalb Stunden in Anspruch, sehr lohnend ist aber auch die doppelt so lange Rundwanderung über den Gutratberg, aus dem ja das wertvolle Rohmaterial Mergel gewonnen wird.

Dieser manchmal feuchte Weg erfordert allerdings festes Schuhwerk. Ausgangspunkt ist der Parkplatz in St. Leonhard (vis-à-vis Gasthof Schorn). Von hier geht es entlang der Kirche zur Fußgängerbrücke über die Ache, wo am gegenüberliegenden Brückenkopf der markierte Uferweg scharf nach rechts abzweigt.

Nach 1,5 Kilometern führt die kleine Runde nach rechts über den Königseeachen-Steg und verläuft nun am Almkanal entlang zur Alpenstraße. Auf der anderen Straßenseite geht es über einen Waldweg wieder zurück nach

St. Leonhard. Die große Runde bleibt hingegen noch 200 Meter am Ufer der Königseeache und zweigt dann auf einen Steig nach links Richtung Gutratberg ab. Einmal führt ein Stichweg in 15 Minuten zur Ruine Gutrat, der Hauptweg aber verläuft über die Hubertuskapelle zum Gasthof Auwirt an der B159 (Haltestelle).

Von hier entweder mit dem Bus 170 im Halbstundentakt nach Taxach und weiter mit dem Bus 35 nach St. Leonhard oder dorthin zu Fuß auf dem Radweg bzw. ab Taxach auf dem Uferweg entlang der Königseeache.

So kommen Sie hin: Über die Alpenstraße oder die A10, Abfahrt Salzburg-Süd, nach St. Leonhard. Bei der Ampel links auf den Parkplatz gegenüber dem Gasthof Schorn.
Bus 25, Bus 840 ab Hbf. Sbg.

Kleine Runde: 1,5 Std., 3 km.

Gutratberg: 3 Std., 8 km (bis Auwirt 4 km) , 240 Hm

Karte: f & b 392, ÖK 3210

Quelle: SN

Aufgerufen am 15.11.2018 um 01:34 auf https://www.sn.at/salzburg/aktiv/kunst-im-voruebergehen-3068974

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