Chronik

12.000 Fans jubelten in Flachau

Der Schneefall konnte weder der Piste noch der Stimmung etwas anhaben: Tausende Besucher fieberten beim Damen-Nachtslalom mit. Die Slowakin Petra Vlhova gewann knapp vor vor der US-Amerikanerin Mikaela Shiffrin.

"Die Stimmung ist super, einfach fantastisch", schwärmt Ivan Dmitriev. Er steht in der Zuschauermenge im Zieleinlauf, den Blick auf die hell ausgeleuchtete Weltcup-Abfahrt gerichtet und drückt der russischen Skirennläuferin Ekaterina Tkachenko die Daumen. Die Zuschauer auf der Tribüne hinter ihm schwenken ihre Fahnen. Etwas weiter vorne stehen Lara, Hermine, Leopold und Luisa. Sie sind mit ihren Eltern aus Fulda gekommen. "Wir sind schon zum zweiten Mal hier, weil es uns so gut gefällt", verrät Leopold. Wer gewinnen soll? "Wir halten zu den Österreichern und den Deutschen", antwortet er diplomatisch.

25 Teams mit 67 Teilnehmerinnen, 130 Journalisten, rund 400 Mitarbeiter und jede Menge Fanclubs haben sich in Flachau angesagt. Der wohl jüngste Fanclub hält Bernadette Schild die Daumen. "Wir wohnen gleich hinter der Eventbühne, da haben wir uns gedacht, wir können auch gleich live dabei sein", berichtet Julia-Anna Maier. Sie und Judith Schilchegger zogen den Fan-Nachwuchs - Kilian, Hannah, Samuel und Jonathan - am Schlitten durch den verschneiten Ort.

Noch in dicken Flocken hatte es am Dienstag am frühen Nachmittag in Flachau geschneit. Die Tage davor hatte ein Helfertrupp die Piste von den Unmengen an Neuschnee befreit. Als der Himmel dann am späten Nachmittag zwischenzeitlich sogar aufrissen hatte, löste sich die Anspannung. Dem Damen-Nachtslalom stand nichts mehr im Weg. "Das Organisationskomitee hat die Piste sehr gut präpariert. Seit zwei Tagen wurde zusätzlich mit Wasser gearbeitet, um die Pisten perfekt vorzubereiten", betonte FIS-Renndirektor Atle Skårdal.

Schon seit mittags im Einsatz war das sogenannte "Rutschkommando". Es befreite die 637 Meter lange Rennstrecke mit einem Höhenunterschied von 191 Metern bis zum Ende des Rennens immer wieder mit Skiern von überflüssigem Schnee. Mit dabei: Die beiden Lungauer Nachwuchs-Skifahrer Lukas Graggaber (14) aus Unternberg und Tristan Schiefer (13) aus Muhr. "Für uns ist es eine Ehre, dass wir da mithelfen dürfen", sind sich die beiden Burschen einig. Ob sie selbst auch einmal auf der Weltcuppiste ein Rennen bestreiten werden? "Mal sehen, es ist nicht leicht, in den Kader zu kommen", sagt Lukas Graggaber. "Aber eine Gaudi wäre es schon, vor allem wenn dann im Zieleinlauf die Fans warten", ergänzt Tristan Schiefer.

Weniger Sportliches im Sinn hat Gustav Kofler von der "Trachtenpost" - Souvenirladen, Trachtenshop, Trafik und Postpartner sind hier eins geworden. Für ihn ist der Weltcup ein willkommenes Geschäft. "Da gehen natürlich alle Flachau-Souvenirs gut. Aber auch manche Zigarettensorte, die ansonsten oft im Geschäft verstaubt, wird an solchen Tagen stärker nachgefragt."

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