Chronik

1500 goldene Blumen strahlen in der Residenz in neuem Glanz

Nach 25 Jahren Dauerarbeit sind die Prunkräume vollständig restauriert. Das Geld dazu kam unter anderem von den Festungsbesuchern.

Heinz Helminger hat ein Auge für Details. In seinem Beruf braucht er das, denn als Restaurator kümmert er sich fast ausschließlich um die kleinen Dinge. Helminger hat mit seinem Team in den vergangenen jahren die Sanierung der Prunkräume in der Alten Residenz umgesetzt. Die Experten nahmen sich dabei den vielen Details an, die den barocken Räumlichkeiten ihren Prunk verleihen. So gibt es im Audienzsaal mehrere Holzrahmen, die mit Holzblumen verziert sind. "Die mussten wir teilweise aus Zirbenholz neu schnitzen. Danach haben wir sie vergoldet." Eine mühsame Arbeit: Allein für die Kugel im Inneren der Verzierung waren zehn Arbeitsschritte nötig. 1500 Blumen wurden gesamt erneuert.

Seit 1992 laufen die Restaurierungsarbeiten an der Alten Residenz. Seither wurden 7,2 Millionen Euro in die Erneuerung investiert. Den Ausschlag für den Beginn der Arbeiten gab ein unerfreuliches Ereignis, sagt Schlossverwalter Theobald Seyffertitz. "Da fiel bei einem Blasmusikkonzert im Carabinierisaal der Stuck von der Decke. Danach war klar: Man muss etwas machen." Für die Residenz ist es mit dem Sanieren aber noch nicht vorbei: Derzeit arbeiten Experten am Herkulesbrunnen im Innenhof der Residenz, zudem wird die Auffahrt erneuert.

Auch im Inneren des Gebäudes geht die Arbeit nicht aus: Die Restauratoren untersuchen die Räumlichkeiten laufend auf Schäden, sagt Seyffertitz. "Das Gute ist: Nach der umfassenden Restaurierung werden künftige Arbeiten deutlich erleichtert und auch günstiger sein."

Das Geld für die Sanierung brachte die Salzbuger Burgen- und Schlösserverwaltung aus eigenen Mitteln auf. Während sich die Residenz, die Burg Mauterndorf und die Burg Hohenwerfen selbst tragen, wirft die Festung Hohensalzburg Gewinne ab: So kann die Landesgesellschaft Sanierungen selbst finanzieren

Die Festungsbilanz fällt auch heuer wieder deutlich postiv aus. Für 2017 werden gesamt 1,2 Millionen Besucher erwartet. Das ist ein Plus von acht Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Quelle: SN

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