Chronik

17.509 - noch nie gab es in Salzburg so viele aktive Coronafälle

Die Zahl der aktiven Coronafälle im Land Salzburg hat am Donnerstagnachmittag einen seit Pandemiebeginn noch nie da gewesenen Wert erreicht, nämlich 17.509.

Symbolbild. SN/christian Sprenger
Symbolbild.

Diese Zahl stammt aus dem Dashboard des Landes Salzburg mit Stand 15.31 Uhr. Die bisherige Höchstzahl stammt aus der vierten Welle. Am 22. November 2021 waren im Land Salzburg 17.245 positiv auf das Coronavirus getestete Menschen registriert. Danach fielen die Zahlen aber bis Silvester stark ab, ehe die Omikron-Variante das Infektionsgeschehen im Bundesland wieder nach oben trieb.

2237 Neuinfektionen von Mittwoch auf Donnerstag früh erhöhten die Sieben-Tage-Inzidenz bereits auf 2325. Der Höhepunkt der Omikron-Welle wird für Monatsende bzw. Anfang Februar prognostiziert. "Bis zu 35.000 Salzburgerinnen und Salzburger könnten dann gleichzeitig mit Covid infiziert sein", sagt der Leiter der Landesstatistik, Gernot Filipp.

35.000 Infizierte gleichzeitig?

"Die aktuelle Sieben-Tage-Inzidenz von 2325 ist erneut ein Höchststand seit Beginn der Pandemie, wird aber auch in den kommenden Tagen noch weiter ansteigen. Eine Trendumkehr erreichen wir hoffentlich nach dem Monatsende, die zu diesem Zeitpunkt rund 35.000 gleichzeitig Infizierten werden aber eine Herausforderung für das öffentliche Leben darstellen, denn viele werden nicht zur Arbeit gehen können", wirft Gernot Filipp von der Landesstatistik einen Blick auf die nächsten Wochen.

Lage in Salzburgs Spitälern

Die Zahl der stationären Fälle ist auf 73 gestiegen, vergangenen Donnerstag lag sie noch bei 60. Die Zahl der belegten Intensivbetten ist im Wochenvergleich um zwei auf 17 gestiegen. Das Durchschnittsalter der Intensivpatienten liegt bei 56 Jahren, die durchschnittliche Aufenthaltsdauer beträgt mehr als vier Wochen. Natürlich: Im Verhältnis zur Zahl der aktiv Infizierten (17.509) ist die Zahl der Hospitalisierten (73) klein, nämlich rund 0,4 Prozent.

Tirol mit höchster Sieben-Tage-Inzidenz

Österreichweit ist die Sieben-Tage-Inzidenz aktuell in Tirol am höchsten, dort liegt sie bei 2405,7. Auch in Wien nähert sie sich mit 1934,4 bereits der Marke von 2000. Die Steiermark (838), das Burgenland (885,1) und Kärnten (915,2) verzeichnen noch eine Sieben-Tage-Inzidenz von unter 1000, in allen Bundesländern befindet sich die Kurve aber noch in einer deutlichen Aufwärtsbewegung.

Im Spitzenfeld bei den Coronatests

Abgesehen von Wien testet das Bundesland Salzburg so viel wie kaum ein anderes Bundesland. Bisher wurden gesamt fast 9,2 Millionen Coronatests gemacht, von vorgestern auf gestern waren es allein rund 45.600.

Zum Vergleich: Kärnten hat ähnlich viele Einwohner und machte bis dato 5,8 Millionen, von vorgestern auf gestern rund 16.000. Und Tirol, das ähnlich touristisch geprägt ist wie Salzburg und mehr Einwohner hat (rund 750.000), kommt bisher auf rund 7,8 Millionen Tests, von vorgestern auf gestern waren es rund 42.000. "Die große Anzahl an Tests erklärt zumindest zu einem gewissen Teil die hohen Inzidenzen. Es werden einfach viele Fälle entdeckt, die symptomlos verlaufen, aber dennoch ansteckend sind", sagt Filipp.

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