Chronik

18-Jähriger wollte nach Urteil aus dem Salzburger Landesgericht flüchten

Die Richterin wies den 18-Jährigen in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher ein. Der schizophrener Teenager wurde von Justizwachebeamten überwältigt.

Symbolbild.  SN/apa
Symbolbild.

Ein 18-Jähriger hat am Donnerstag am Landesgericht Salzburg zu randalieren begonnen, nachdem ihn eine Strafrichterin in eine Anstalt für geistig abnorme, nicht zurechnungsfähige Rechtsbrecher eingewiesen hatte. Der an Schizophrenie leidende Bursch, dem gefährliche Drohung vorgeworfen worden war, warf einen Sessel um und versuchte zu flüchten. Er wurde von Justizwachebeamten überwältigt.

"Es ist niemand verletzt worden", sagte Gerichtssprecher Peter Egger zur APA. Der rabiate junge Mann hatte mit seinem Verhalten für Schreckminuten im Gerichtssaal gesorgt und auch einen Polizeieinsatz ausgelöst. Die Richterin aktivierte den Alarm, daraufhin eilten zahlreiche Polizisten ins Justizgebäude. Die Lage hatte sich in der Zwischenzeit aber bereits beruhigt. Der 18-Jährige befand sich wieder unter Kontrolle der Justizwachebeamten. Sie hatten ihm Handschellen angelegt.

Der Teenager ist laut einem Gerichtsgutachten psychisch krank. Er soll am 24. Februar 2019 in Hallein gegenüber Polizisten gedroht haben, er werde "alle Menschen umbringen" und "Leute mit dem Messer erstechen". Die Einweisung in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher wurde von der Richterin heute unbedingt ausgesprochen.

Quelle: SN

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