Chronik

18 Schüler nach Giftunfall-Alarm ins Spital gebracht

In der Neuen Mittelschule Schlossstraße in Salzburg-Parsch kam es am Montag zu einem Zwischenfall durch ausgetretenes Quecksilber: 18 Schüler und fünf Erwachsene mussten zur Abklärung ins LKH gebracht werden.

Kleine Ursache, große Aufregung: Die Neue Mittelschule an der Schlossstraße in Parsch ist Montagvormittag Schauplatz eines Großeinsatzes gewesen. Der Grund: Bei einem Experiment im Chemieunterricht zerbricht gegen 10.10 Uhr ein gläsernes Laborgefäß, etwa zehn Milliliter Quecksilber fließen aus. Die Lehrerin schickt die Kinder, die an diesem Unterricht teilgenommen haben, sofort aus dem Raum. Quecksilber ist ein flüssiges Metall, es kann schon bei Raumtemperatur verdunsten und giftige Dämpfe bilden.

Doch dem ersten Missgeschick sollte bald ein zweites folgen. "Eine Putzfrau hat das Quecksilber mit einem Staubsauger entfernt. Da ist es möglich, dass das Quecksilber fein zerstäubt in die Luft gelangt. Dieses Quecksilber muss entsorgt werden", sagte später Reinhold Ortler, Vize-Branddirektor der Salzburger Berufsfeuerwehr.

Die Einsatzkräfte waren von der Schule nach dem Quecksilberaustritt alarmiert worden - allerdings erst gegen 11.30 Uhr. Ortler: "Diese Zeitverzögerung hat es sicher nicht aus Leichtfertigkeit gegeben. Die Lehrerin hat ja zuerst ohnehin richtig reagiert, als sie die Kinder aus dem Raum geschickt hat. Vielleicht war man sich an der Schule auch nicht sofort klar, wie man mit dem Problemstoff umgehen muss."

Neben der Berufsfeuerwehr waren auch Rotes Kreuz, Polizei und der Magistrat Salzburg ausgerückt. Obwohl bei keinem der unmittelbar Beteiligten akute Vergiftungserscheinungen festgestellt wurden, brachte das Rote Kreuz 18 Schüler im Alter von 13 und 14 Jahren und fünf Erwachsene zur Abklärung in das Krankenhaus. Zuvor war von 23 Schülern die Rede gewesen. Die Patienten durften am Nachmittag wieder nach Hause.

"Das war eine Vorsichtsmaßnahme. Die Gesundheit der Beteiligten hat absoluten Vorrang", sagte Michael Haybäck vom Amt für öffentliche Ordnung. "Der Unterrichtsraum bleibt gesperrt. Wir müssen noch herausfinden, welche Firma diesen Raum reinigen kann. Der Schulbetrieb kann aber in der Schlossstraße ganz normal weitergehen."

Der Fall ist für die Polizei noch nicht abgeschlossen. Kripo-Offizier Andreas Huber sagte: "Wir haben noch keinen der Beteiligten einvernehmen können. Wir werden die Personen aber nach ihren Untersuchungen zur Einvernahme vorladen. Das gilt in erster Linie für die Erwachsenen."

Die Polizei will laut Huber unter anderem klären, warum das Laborglas wirklich zu Bruch gegangen ist. Ob es jemandem aus der Hand gefallen sei. Ob es interne Vorschriften gebe, die das Verhalten in Fällen wie diesem regelten. Und warum versucht worden sei, das Quecksilber mit einem Staubsauger zu entfernen.

Seitens der Schule gab es zu dem Vorfall keine Stellungnahme. Die seit September im Amt befindliche Direktorin Eva Elisabeth Szalony hatte selbst zur Untersuchung ins Krankenhaus gebracht werden müssen.

(SN, Apa)

18 Schüler nach Giftunfall-Alarm ins Spital gebracht SN/ROBERT RATZER
18 Schüler mussten zur Abklärung ins LKH gebracht werden.
18 Schüler nach Giftunfall-Alarm ins Spital gebracht SN/ROBERT RATZER
18 Schüler mussten zur Abklärung ins LKH gebracht werden.
18 Schüler nach Giftunfall-Alarm ins Spital gebracht SN/ROBERT RATZER
18 Schüler mussten zur Abklärung ins LKH gebracht werden.
18 Schüler nach Giftunfall-Alarm ins Spital gebracht SN/ROBERT RATZER
18 Schüler mussten zur Abklärung ins LKH gebracht werden.
18 Schüler nach Giftunfall-Alarm ins Spital gebracht SN/ROBERT RATZER
18 Schüler mussten zur Abklärung ins LKH gebracht werden.
18 Schüler nach Giftunfall-Alarm ins Spital gebracht SN/ROBERT RATZER
18 Schüler mussten zur Abklärung ins LKH gebracht werden.
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18 Schüler mussten zur Abklärung ins LKH gebracht werden.
18 Schüler nach Giftunfall-Alarm ins Spital gebracht SN/ROBERT RATZER
18 Schüler mussten zur Abklärung ins LKH gebracht werden.
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18 Schüler mussten zur Abklärung ins LKH gebracht werden.

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