Chronik

200.000 Euro Schaden: Salzburger Polizei forscht Bande aus Rumänien aus

Fünf Mitglieder wurden bereits festgenommen. Der Schaden beträgt über 200.000 Euro.

200.000 Euro Schaden: Salzburger Polizei forscht Bande aus Rumänien aus SN/polizei
SO sieht die gefälschte AMAzon-Bestellbestätigung aus. Foto: Amazon

Die Beamten forschten alleine in Salzburg zwölf Rumänen im Alter von 19 bis 38 Jahren aus, die Geldwäsche in organisierter Form betrieben. Die Rumänen meldeten zum Schein einen Wohnsitz in Salzburg an. Mit den Meldezetteln eröffneten die Männer Konten bei fünf Banken in Salzburg, hoben dort das eingelangte Geld ab und leiteten es an unbekannte Hintermänner weiter.

Falsche Amazon-Angebote

Bei den Betrügereien eröffnen unbekannte Täter E-Mail-Adressen mit falschen Namen und Kontaktdaten bei dem Internetanbieter "Amazon". Die Unbekannten bieten neben den offiziellen Angeboten von Amazon als alternativer Shop-Anbieter verschiedenste Artikel zu einem sehr günstigen Preis an.

Bei den Angeboten weisen die Täter bei Kaufwunsch ausdrücklich auf eine

Kontaktaufnahme über die auf der Amazon-Seite angeführte Mail-Adresse hin. Der Kunde soll die Amazon-Webseite verlassen und via Mail direkt den Kaufwunsch bei dem vermeintlichen Anbieter äußern.

Die Unbekannten antworten den Kunden per Mail und fordern die Bekanntgabe des Namens, der Adresse und der Telefonnummer. In einem weiteren Mail werden die Kontodaten des vermeintlichen Verkäufers mittels einer fingierten Amazon- Bestellbestätigung übermittelt. Die Opfer überweisen das Geld im guten Glauben, dass der Kauf über Amazon stattfindet, auf das Konto "AMAZON SERVICE EUROPE". Hinter diesen, mit falschen Namen bezeichneten Konten, stehen tatsächlich die Konten der Geldwäscher. Die bestellten Waren werden nie geliefert, das Bargeld wird von den Geldwäschern abgehoben und an unbekannte Hintermänner übermittelt.

Selbe Vorgehensweise bei Wohnungsanbieter

Ähnliche Fälle gab es auch beim Wohnungsportal "AIRBNB". Dabei fälschten die Unbekannten Buchungsbestätigungen. Die Täter forderten die Überweisung einer Anzahlung auf ein Konto mit dem Wortlaut "AIRBNB SERVICE EUROPE". Dieses Konto gehört nicht zu AIRBNB.

Durch die Straftaten verursachte die Bande weltweit bereits über 200.000 Euro Schaden. In Österreich liegt er bei 25.000 Euro. Durch die Ermittlungen der Kripo Salzburg wurden insgesamt 372 Geschädigte ausgemacht. Davon befinden sich 53 Opfer in Österreich, die alle ermittelt wurden.

Quelle: SN

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