Chronik

24 Drogenfahrten übers kleine deutsche Eck: Junger Kroate und Komplizen in Salzburg verurteilt

Symbolbild.  SN/apa
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Wegen - grenzüberschreitenden - Drogenhandels standen am Mittwoch ein 24-jähriger, im Pinzgau lebender Kroate und seine 22-jährige österreichische Lebensgefährtin am Landesgericht Salzburg vor Strafrichter Thomas Tovilo-Moik. Das Duo hatte laut Strafantrag zahlreiche Suchtmittelfahrten in die Stadt Salzburg und retour in den Pinzgau durchgeführt. In Salzburg bezog der Kroate demnach von seinem Lieferanten, einem Salzburger (22), insgesamt sechs Kilogramm Cannabis - zum Eigenkonsum und auch zum Weiterverkauf.

Grenzüberschreitend waren die Schmuggelfahrten deshalb, weil sie über das kleine Deutsche Eck gingen. Der Richter zum hauptangeklagten, geständigen Kroaten im Prozess: "Sie haben 24 Fahrten gemacht. 22 Mal saß Ihre Lebensgefährtin hinter dem Steuer." Mitangeklagt waren auch noch ein weiterer, ebenfalls 24-jähriger Freund des Kroaten - er bezog einen Teil des in den Pinzgau geschmuggelten Suchtgifts - , sowie die 28-jährige Schwester des hauptangeklagten Kroaten: Laut Staatsanwalt war die Schwester bei drei Fahrten mit ihrem Pkw vorausgefahren - wohl um vor Kontrollen zu warnen.

Der 24-jährige Kroate erhielt schließlich 18 Monate bedingte Haft; seine Partnerin bekam zwölf Monate bedingt, seine Schwester zehn Monate bedingt und der Freund des Kroaten 720 Euro unbedingte Geldstrafe (alle Urteile rechtskräftig). Das Schmuggelauto wurde konfisziert bzw. vom Gericht eingezogen.

Verurteilt wurde am Mittwoch in einem eigenen Prozess auch der Salzburger Cannabislieferant: Er erhielt 18 Monate Monate bedingt und eine unbedingte Geldstrafe von 1440 Euro (nicht rechtskräftig).

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