Chronik

360.000 Euro Schaden bei Einbrüchen: Täter in Salzburg verurteilt

Ein 49-Jähriger, der bei Einbrüchen in Salzburg, Wien, Graz und Niederösterreich einen Schaden von rund 360.000 Euro verursacht hat, ist am Freitag in Salzburg zu zwei Jahren und neun Monaten unbedingter Haft verurteilt worden. Der größte Coup geschah am 22. Oktober 2017 im Flachgau: Der Serbe und ein unbekannter Komplize stahlen einem Optiker Brillen und Brillenfassungen im Wert von 340.000 Euro.

Symbolbild. SN/sn
Symbolbild.

Der einschlägig vorbestrafte Serbe zeigte sich bei dem Prozess am Landesgericht Salzburg zu den schweren gewerbsmäßigen Einbruchsdiebstählen im Zeitraum Oktober 2017 bis März 2018 geständig. Als Motiv gab er die Finanzierung seiner Kokainsucht an.

Richter Philipp Grosser verhängte die Strafe als Zusatzstrafe zu einer Verurteilung vom November 2018 am Landesgericht Wien. Der Angeklagte erhielt damals wegen Drogendelikte eine teilbedingte Haftstrafe von 21 Monaten, davon 14 Monate auf Bewährung. Falls der bedingte Strafanteil widerrufen wird, muss der Beschuldigte insgesamt noch eine unbedinge Freiheitsstrafe von viereinhalb Jahren verbüßen.

Der Angeklagte erklärte heute, nach dem Einbruch in das Optikerfachgeschäft in Wals-Himmelreich im Salzburger Flachgau habe der Mittäter, dessen Namen er nicht wisse, die Diebesbeute weggeschafft. Er habe nur eine Anzahlung von 400 Euro erhalten, sagte seine Verfahrenshelferin.

Bei einem Werkstätten-Einbruch im März 2018 in Graz wurden Bargeld, Uhren und Werkzeug im Wert von 11.600 Euro gestohlen. In Wien brach der Täter im Jänner 2018 einen Schlüsselkasten auf, sperrte mit einem gestohlenen Schlüssel eine Wohnung auf und machte sich mit einer Kamera sowie mit Bargeld und Schmuck im Wert von 10.000 Euro davon. Ein weiterer Wohnungseinbruch im Dezember 2017 in Wien war beim Versuch geblieben. Auf das Konto des Angeklagten gehen zudem im Jänner 2018 in Niederösterreich ein gescheiteter Einbruch in Korneuburg und ein Wohnungseinbruch in Perchtoldsdorf.

Der Beschuldigte hinterließ bei den Taten biologische Spuren, er wurde mittels DNA-Treffer ausgeforscht. Seinen Angaben zufolge arbeitete vor seiner Inhaftierung in der Slowakei auf einer Baustelle. Er saß wegen Eigentumsdelikte im Jahr 2003 in Italien und 2016 in Deutschland im Gefängnis.

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