Chronik

37 Tonnen Lebensmittel in Seniorenwohnhäusern eingespart

Zwei Jahre lang wurde in sechs Seniorenwohnhäusern in Salzburg versucht Essensabfälle gezielter als zuvor zu vermeiden.

Der stv. Küchenchef Manfred Grundner im Seniorenwohnhaus Itzling hat nach anfänglicher Skepsis beim Projekt „United Against Waste“ gerne mitgemacht. SN/stadt salzburg/j. knoll
Der stv. Küchenchef Manfred Grundner im Seniorenwohnhaus Itzling hat nach anfänglicher Skepsis beim Projekt „United Against Waste“ gerne mitgemacht.

Heuer gelingt es somit knapp 37 Tonnen Lebensmittel einzusparen, sagt Sozial-Vizebürgermeisterin Anja Hagenauer. Der finanzielle Gewinn werde in mehr Bioqualität des Essens investiert. Dietmar Fröhlich, Projektbetreuer der auch vom Umweltservice des Landes unterstützen Initiative "United Against Waste", erklärt, dass die Seniorenwohnhäuser der Stadt mit ihrer Abfallreduktion von insgesamt 20 Prozent einen "ausgezeichneten Wert" erreicht hätten.
Ernst Hörzing, Amtsleiter aller Senioreneinrichtungen freut sich, dass die Stadt Salzburg damit österreichweit im vordersten Feld liege. Besonders interessant ist für ihn, dass mit den in Salzburg nun angebotenen neuen Betreuungsformen "Wohngruppe" (zentrale Küche, Essen im Stockwerk) und insbesondere "Hausgemeinschaft" (Kochen und Essen im Stockwerk) Top-Ergebnisse bei der Vermeidung von Essensabfälle zu erzielen seien. "Gerade in den Hausgemeinschaften werden extrem wenig Lebensmittel weggeworfen. Da können die Kolleginnen und Kollegen zurecht äußerst stolz darauf sein", sagt Hörzing.


Zur Erreichung der Einsparungen wurden in den Seniorenwohnhäusern fünf Küchenbereiche (Lager, Zubereitung, nicht ausgegeben Speisen, Buffetreste, Tellerretouren) und acht Produktgruppen (Fleisch & Fisch, Gemüse & Obst, Salat, Suppen, Sättigungsbeilagen, Süßspeisen, Michprodukte, Sonstiges) unter die Lupe genommen und mit den ausgegebenen Essensmengen verglichen. Ziele waren unter anderem, die Portionsgrößen zu optimieren bzw. möglichst personenbezogen anzupassen, eine Überproduktion von Sättigungs-Beilagen, Suppen und Süßspeisen zu vermeiden sowie für eine gute Produktverwertung zu sorgen. Selbst erarbeitete Best-Practise-Beispiele werden nun für interne Schulungen eingesetzt.

Quelle: SN

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