Chronik

380-kV-Protest mit Masten und Ballons

Die Freileitungsgegner bleiben kämpferisch: Am Sonntag stoppten sie Autofahrer, um vor der "Verschandelung" der Landschaft zu warnen.

Die Autolenker hatten am Sonntag auf der Wolfgangsee-Bundesstraße genug Zeit, um sich ein Bild davon zu machen, wie hoch die 380-kV-Freileitung tatsächlich sein soll. Der Verein Fairkabeln hatte in Koppl neben der Bundesstraße drei Heliumballons auf Masthöhe aufsteigen lassen. "Die 380-kV-Masten wären dann 86 Meter hoch", sagte Franz Fuchsberger, Obmann der Flachgauer Sektion des Vereins Fairkabeln.

Mehrmals im Lauf der angemeldeten Protestaktion stoppten die Freileitungsgegner den Verkehr und verteilten Infoflyer an die Autofahrer. "Wir protestieren dagegen, dass hier eine Freileitung aufgestellt werden soll, obwohl es eine leistbare Alternative gibt", betonte Fuchsberger. Wenn sie daran denke, wie diese Masten auf der einen Seite die Sicht auf den Wald und auf der anderen Seite den Blick auf den Nockstein zerstören würden, kämen ihr die "Tränen", sagte Brigitte Bärthlein, die in der nahe gelegenen Gruberfeldsiedlung wohnt.

Die "Fairkabler" hoffen auf einen Baustopp durch den Verwaltungsgerichtshof und in weiterer Folge auf ein Einlenken der Politik zugunsten der Erdkabel-Variante von Elixhausen bis Kaprun.

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