Chronik

40 Jahre und kein bisschen leise

Auch ein Jugendchor kommt in die Jahre. So wurde aus dem 1980 gegründeten "Jugendchor Hallwang" nach elf Jahren des Bestehens der "Chor Ars Musica".

Bild: Chor Ars Musica SN/sw/kabö
Bild: Chor Ars Musica

Claudia Tozzi ist seit Anbeginn, also seit 40 Jahren, im Chor. Die Tochter des Gründers Franz Frenkenberger ist auch die "erste Chor-Mutti sowie die erste Chor-Omi", sagt Obmann Wolfgang Gumpinger. Seit 38 Jahren singen Karin Leditznig und Gabi Klinger-Fisslthaler im ehemaligen Kinder- und Jugendchor. Im Herbst 1980 hat Frenkenberger Acht- bis 14-Jährige zur ersten Singstunde ins alte Gemeindehaus von Hallwang geladen. Die wöchentlichen Proben trugen schnell Früchte, und bald wurden regelmäßig die Vorabendmessen in der Pfarrkirche mit rhythmischen Liedern umrahmt. Im Laufe der Zeit wuchs die Gruppe der singbegeisterten Kinder und Jugendlichen an, dass sie unter dem Namen "Jugendchor Hallwang" auftraten.

Im Jahr 1991 wird der inzwischen etablierte (und teilweise erwachsene) Jugendchor unter dem heutigen Namen "Chor Ars Musica" neu gegründet. Ein Jahr später übernimmt Roland Kohlbacher die Chorleitung. Seit 2010 leitet Evelyn Spineth den Chor, seit 2016 gemeinsam mit Marie-Bernadette Gollackner. Der Chor bietet ein musikalisch breit gefächertes Repertoire von rhythmischen Kirchenliedern über bekannte Stücke aus Volks- und Popmusik bis hin zu Gospels und afrikanischen Rhythmen.

Die Sängerinnen und Sänger haben Spaß und Freude an der Abwechslung - und sie haben eine eigene Hymne. Der Text kam 2014 vom Obmann selbst, und die Komposition übernahm Jakob Gruchmann aus Hallwang. Der Refrain ist leicht zu hören: "Alt, Sopran, Bass, Tenor bilden diesen Vorstadt-Chor. Unterhaltung für das ganze Jahr, dafür sorgt Ars Musica."

Das Chorleben wird durch die Mitgestaltung verschiedener Aktionen des Chorverbandes Salzburg (z. B. Singing in the Train, Sing am See) bereichert. Wechselnde Projekte, etwa die Teilnahme an einer Interpretation der Götterdämmerung von Richard Wagner bei einem Kulturprojekt der Berliner Philharmoniker bei den Osterfestspielen 2010. "Das ist für uns eine willkommene künstlerische Herausforderung", sagt Gumpinger.

Kinder und Jugendliche werden hier besonders gefördert

Besonders stolz ist die Singgemeinschaft Ars Musica auf den 2006 gegründeten Kinderchor "Ars MusiKids" und den Chor für Jugendliche "Ars MusiTeens" unter der Leitung von Marie-Bernadette Gollackner.

Bereits ihre Vorgängerinnen Barbara Suko, Evelyn Spineth und Hannah Klinger probten mit begeisterten Kindern im Alter von sechs bis zehn beziehungsweise bis vierzehn Jahren für diverse Auftritte mit, aber auch ohne den "großen Chor". Speziell die einstudierten Musicals wie "Tuishi pamoja - eine Freundschaft in der Savanne" (2018) oder "Villa Spooky" (2020) ließen die Kinder und Jugendlichen zur Höchstform auflaufen.

Auch der große Chor hat bereits Musical-Erfahrung, 2015 gelang die Aufführung eines Chormusicals in Westernform (Westical). "Für eine Handvoll Noten" von Christoph Matl wurde gemeinsam mit den Ars MusiKids und Ars MusiTeens auf die Bühne gebracht.

Musical "Mission Space Sound" sollte Geschenk zum 40er sein

Zum vierzigsten Bestandsjahr des Chors Ars Musica sollte noch einmal ein Musical einstudiert werden: "Mission Space Sound", das erste Salzburger Science-Fiction Musical für Chöre, eine Mischung aus Schauspiel, Gesang, Hörspiel und Multimedia/Comic Projektionen war als Jubiläumsgeschenk für das Publikum gedacht. Zur Erarbeitung des Konzepts, zur Schauspiel- und Gesangsprobe hat sich der Chor einen Bus gemietet, ist damit ins Tiroler Oberland, nach Kampfen, gefahren. Im dort gemieteten Wirtshaus wurde - in Klausur - geprobt und gesungen. "Leider muss unsere Rakete coronabedingt bis auf Weiteres auf dem Boden bleiben", sagt Obmann Wolfgang Gumpinger.

Der Schärdinger ist 2002 nach Hallwang gezogen, wo der begeisterte Sänger sogleich zum Chor Ars Musica stieß. Seine Frau singt ebenfalls, jedoch bei einem anderen Chor, dem "Freude am Singen". Kennengelernt haben sich die beiden nicht beim Singen, doch es gibt zwei Ehen, die aus dem Chor hervorgingen. "Beim Singen öffnen sich die Herzen besonders weit", sagt Gumpinger.

Frauenüberschuss und Partnerbörse

Wie jeder Chor ist auch der in Hallwang mit einem Frauenüberschuss - 80 % Frauen - konfrontiert. Gesucht werden immer neue Mitglieder. Jeder ist donnerstags, um 19.30 Uhr im Gemeindeamt Hallwang willkommen. "Zur Zeit proben wir wegen Corona in Kleingruppen. Auch das hat seinen Reiz", sagt der Obmann. Der Chor lebe seit Bestehen mit Dynamik und Veränderung. "Bei uns wird es immer spannend sein und immer ein Austausch stattfinden", sagt er.

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