Chronik

70-jähriger Bergsteiger wurde nur mehr tot gefunden

Ein Hubschrauber hat den Mann in der Watzmannostwand gefunden.

 SN/robert ratzer

Die Besatzung eines bayerischen Rettungshubschraubers hat bei einem Suchflug in 1550 Meter Höhe die Leiche des Bergsteigers aus Nordrheinwestfalen gefunden. Er dürfte 200 Meter weit über eine Steilwand abgestürzt sein.
Der 70-Jährige war seit 14. August im Bereich der Bayerischen Alpen unterwegs, um dort Bergtouren der anspruchsvolleren Art zu unternehmen. Der letzte Kontakt mit seiner Frau fand am 20. August per SMS aus dem Raum Schönau am Königssee statt.

Am 4. September wurde er schließlich als vermisst gemeldet. Die Polizei fand seinen Pkw am Parkplatz Wimbachbrücke in Ramsau bei Berchtesgaden.

In einer Suchaktion mit dem Polizeihubschrauber und Kräften der Bergwacht Ramsau wurde aus der Luft im Bereich des Watzmann auf der Westseite und im Abstieg Südspitze gesucht.

Der Mann hatte sich am 20. August noch im Hüttenbuch des Ostwandlagers in St. Bartholomä eingetragen. Beim Hubschrauberflug entdeckten die Rettungskräfte schließlich die Leiche des Mannes in der Watzmann-Ostwand.

Leichengeruch machte Bergführer aufmerksam

Gemeinsam mit einem Polizeibergführer wurden zwei Berchtesgadener Bergwachtmänner zur Absturzstelle geflogen. Dort konnten vor Ort nur noch die sterblichen Überreste des Vermissten aufgefunden werden. Er dürfte bereits seit 21. August dort gelegen sein.

Der entscheidende Hinweis auf den Absturzort kam von einem Polizeibergführer, der bei einer Begehung vor fünf Tagen Verwesungsgeruch im Bereich Schuttkar wahrgenommen hatte.
"Der Auffindeort ist soweit von der Normalroute entfernt, das dort niemand hingekommen wäre", heißt es in der Polizeimeldung.


Quelle: SN

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