Chronik

72 Stunden ohne Kompromiss: Tourismusschüler zu Gast bei Gästen

Zwei Tage verbrachten die Schülerinnen und Schüler der Tourismusschule Kleßheim im Flüchtlingshaus Mülln. Sie würzten das Leben im Haus mit "einer Prise Heimat".

Essen, reden, spielen: Die Schüler der Klasse 4TB der Tourismusschule Klessheim nahmen mit ihrer Religionslehrerin Claudia Konjecic an Österreichs größter Jugendsozialaktion "72 Stunden ohne Kompromiss" teil. Das Projekt mit dem Titel "Eine Prise Heimat" sollte Menschen unterschiedlicher Kulturkreise zusammenführen. "Diese Menschen, die man sonst nur aus der Presse kennt, kennenzulernen, ihre Geschichten zu erfahren, sie willkommen zu heißen und dadurch vielleicht auch zur Integration beizutragen, war Ziel des Projekts", berichtet Konjecic. In diesem Flüchtlingshaus sind 40 syrische Kriegsflüchtlinge, darunter viele Familien, untergebracht.
Die Schüler der 4TB haben an zwei Tagen für das Mittagessen gesorgt, das unter der fachkundigen Aufsicht und Anleitung der Kochlehrer Erwin Guschlbauer und Thomas Grininger, sowie mit tatkräftiger Unterstützung eines ehemaligen Bewohners des Flüchtlingshauses in der Schule zubereitet und dann nach Mülln geliefert wurde. Am ersten Tag versuchten sich die Nachwuchs-Profis an einem syrischen Rezept, am zweiten Tag gab es - als Kostprobe aus der österreichischen Küche - Rindsrouladen mit Kartoffelpüree und Apfelstrudel mit Vanillesauce.

Nach dem gemeinsamen Essen und Abwaschen hatten die Jugendlichen die Möglichkeit, mit den Bewohnern ins Gespräch zu kommen. Mit den schulpflichtigen Kindern wurden Hausübungen gemacht und Deutsch geübt. Bald schon verwandelte sich der Gruppenraum in ein Spielzimmer mit ausgelassener Stimmung, in dem man an den verschiedenen Tischen "4 gewinnt", "Wer bin ich?", "Mensch ärgere dich nicht", "Activity" und "Uno" in Form von "Kampf-Uno" ausprobieren konnte.
"Das Projekt war ein guter Rahmen, um mit den vielgenannten Flüchtlingen einmal wirklich in Kontakt zu kommen und die Menschen dahinter zu sehen", so die Religionslehrerin. "Bei der Verabschiedung sagte ein Heimbewohner, dies wären die zwei schönsten Tage gewesen, seit er seine Heimat verlassen musste."

Quelle: SN

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