Chronik

73-jähriger Amerikaner stürzte vom Jenner-Gipfel in den Tod

Die Retter konnten nichts mehr für den Verunglückten tun, der offenbar unterhalb des Gipfelkreuzes das Gleichgewicht verloren hatte und stürzte.

Der Pongauer Notarzthubschrauber „Martin 1“ brachte vom Zwischenlandeplatz an der Mittelstation seine medizinische Besatzung per Tau an die Unfallstelle. SN/bayerisches rotes kreuz
Der Pongauer Notarzthubschrauber „Martin 1“ brachte vom Zwischenlandeplatz an der Mittelstation seine medizinische Besatzung per Tau an die Unfallstelle.

Am Samstagnachmittag gegen 14.30 Uhr ist am Jenner-Gipfel ein 73-jähriger amerikanischer Tourist über 100 Meter tief abgestürzt und dabei tödlich verletzt worden. Das meldet das Bayerische Rote Kreuz. Ein junger Mann aus Hamburg, der den Unfall direkt mitbekommen hatte, setzte einen Notruf ab und stieg einige Minuten durch anspruchsvolles Gelände zum Verunfallten ab, um Erste Hilfe zu leisten. Er konnte ihn aber nicht mehr retten. Die sofort alarmierte Bergwacht Berchtesgaden fuhr mit der Bahn auf den Gipfel und ging dann zu Fuß zur Einsatzstelle. Zeitgleich brachte der Pongauer Notarzthubschrauber "Martin 1" vom Zwischenlandeplatz an der Mittelstation seine medizinische Besatzung per Tau an die Unfallstelle, wobei die Retter nichts mehr für den bereits Verstorbenen tun konnten. Die Einsatzkräfte holten den Ersthelfer und die Einsatzkräfte von der Unfallstelle mit dem Tau ab. Weitere Bergretter stiegen mit der betroffenen Reisegruppe des tödlich Verunglückten ab, die im Anschluss durch den Kriseninterventionsdienst der Bergwacht betreut wurde.

Amerikaner verlor offenbar das Gleichgewicht

Den bisherigen Ermittlungen des Berchtesgadener Polizeibergführers zufolge war der 73-Jährige mit einer Reisegruppe per Bahn auf den Jenner gefahren und dann noch den Weg zum Gipfel gegangen. Wenige Meter unter dem Gipfelkreuz verlor er offenbar das Gleichgewicht und kippte nach hinten, woraufhin er über steiles, felsdurchsetztes Gelände rund 110 Meter abstürzte. Der Polizeibergführer und ein Bergretter bargen den Verstorbenen, den dann die Besatzung des Polizeihubschraubers "Edelweiß 5" per Winde aufnahm und ins Tal flog. Der Einsatz dauerte bis 17.30 Uhr.

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