Chronik

83-jähriger Salzburger trat im Sitzen gegen einen Hund: Rohe Misshandlung für Richter "nicht nachweisbar"

Vorfall ereignete sich in einem Seniorenwohnheim in der Stadt Salzburg. Der Pensionist wurde im Zweifel vom Vorwurf der Tierquälerei freigesprochen - das Urteil ist bereits rechtskräftig.

Symbolbild.  SN/bilderbox
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Wegen des Straftatbestands der Tierquälerei (§ 222 StGB) musste am Freitag ein 83-jähriger Pensionist am Landesgericht vor Richter Philipp Grosser Platz nehmen.

Laut Strafantrag hatte der Pensionist im September dieses Jahres in einem Salzburger Seniorenwohnheim einem Yorkshire Terrier einen Tritt gegen den Kopf verpasst. Der 83-Jährige saß demnach damals im Gang des Heimes, als die Hundebesitzerin mit ihrem Vierbeiner vorbeiging. Der betagte Mann fühlte sich offenbar belästigt und trat - jedenfalls gemäß dem Strafantrag - zu. Das "Frauchen" ging mit dem Terrier zum Tierarzt - der diagnostizierte eine Kopfprellung.

Wie Peter Egger, Sprecher des Landesgerichts, auf SN-Anfrage mitteilte, erfolgte ein bereits rechtskräftiger Freispruch. Laut Egger "war für das Gericht nach abgeführtem Beweisverfahren zumindest im Zweifel die für eine Verurteilung erforderliche vorsätzliche Rohheit der Misshandlung nicht nachweisbar".

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