Chronik

Absturz mit Auto auf der Alm: Alkolenker in Salzburg vor Gericht

26-jähriger Pongauer ohne Führerschein war in längst nicht mehr zugelassenes Auto gestiegen - Vater auf dem Beifahrersitz wurde schwer verletzt.

Symbolbild.  SN/apa
Symbolbild.

Mit einem schon seit Jahren nicht für den Verkehr zugelassenen Pkw war ein 26-jähriger Pongauer im Sommer dieses Jahres bei der Fahrt von einer Alm in Richtung Tal von der Forststraße abgekommen. Das "Almauto" stürzte rund 30 Meter ein steiles Waldstück hinab, der Lenker wurde dabei ebenso verletzt wie sein Vater auf dem Beifahrersitz - Letztgenannter war nach dem Absturz mit diversen Brüchen rund drei Wochen im Krankenstand.

Am Montag stand der 26-jährige Lenker nun wegen grob fahrlässiger Körperverletzung in Salzburg vor Gericht. Laut Strafantrag war er beim Unfall stark betrunken (laut Alkotest 1,86 Promille), zudem besaß er seit 2017 keinen Führerschein mehr - dieser war ihm nämlich damals wegen Alkohol am Steuer entzogen worden.

Der 26-Jährige zeigte sich nun am Montag gegenüber Richterin Victoria Winkler prinzipiell geständig: "Die Fahrt war ein großer Fehler von mir." Er betonte aber, vor der Fahrt bei einer Almhütte "nur so höchstens vier, fünf Bier" getrunken und sich fit gefühlt zu haben: "Das Problem war, dass das Auto beim Hinunterfahren plötzlich nicht mehr zum Lenken gegangen ist." - Die Richterin vertagte den Prozess. Sie lässt im Hinblick auf die für den Angeklagten nicht nachvollziehbare Höhe der Alkoholisierung weitere Beweise einholen.

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