Chronik

Adneter kämpft gegen heimtückische Krankheit

Der zweifache Familienvater Bernhard Zwinger (33) leidet an der unheilbaren Krankheit ALS. Zu den gesundheitlichen Sorgen kommen finanzielle Nöte.

Bernhard und Alexandra Zwinger. SN/sw/Strübler
Bernhard und Alexandra Zwinger.

Am Anfang stand ein Blackout vor fast zwei Jahren. "Innerhalb kürzester Zeit wurden meine Hände immer schwächer", erinnert sich Bernhard Zwinger. Bis zur Diagnose "ALS" - eine degenerative Erkrankung des Nervensystems - vergingen weitere fünf Monate.

Heute schafft es der gebürtige Hofer aus eigener Kraft nicht einmal mehr aus dem Bett. So alltägliche Dinge wie Stiegen steigen oder Essen herrichten funktionieren ohne die Hilfe seiner Frau ebenfalls nicht mehr. "Ich kann nicht einmal mehr ein Glas aufheben, ich trinke mit Strohhalm", erzählt der gelernte Zimmerer.

Gattin Alexandra ist rund um die Uhr im Einsatz

Für Gattin Alexandra bedeutet das Einsatz fast rund um die Uhr. Sie ist jetzt auch für den Hof am Spumberg verantwortlich, den das Paar vor drei Jahren von ihren Eltern übernommen hat. Die Eltern sind es auch, die der 31-Jährigen jetzt verstärkt am Hof helfen. Wegen Bernhards Krankheit wurde das Obergadortengut von Milchwirtschaft auf Einstellpferde und Schafe umgestellt. Dadurch kann sie die Arbeit zumindest halbwegs allein bewältigen.

Die neun und fünf Jahre alten Kinder des Paars haben gelernt, so gut wie möglich mit der Situation umzugehen. "Sie haben es von Anfang an mitbekommen. Wenn sie Fragen haben, sagen wir ihnen die Wahrheit. Sie wissen, dass es schlechter wird."

Drei bis fünf Jahre geben die Ärzte ALS-Patienten im Schnitt. Dass manche länger mit der Krankheit leben, lässt Bernhard Zwinger zwar Hoffnung: "In den meisten Fällen, die ich kenne, hat die Prognose von drei bis fünf Jahren aber gestimmt." Eine Physio- und Ergotherapie brachte nicht die gewünschte Linderung. Krämpfe, die ihn immer wieder plagten, hat er mit Medikamenten in den Griff bekommen.

Große finanzielle Herausforderung

Eine große Herausforderung ist die Krankheit auch finanziell. Erst vor sieben Jahren zog die damals wachsende Familie ins direkt an den elterlichen Hof angrenzende, neu errichtete Einfamilienhaus. Jetzt muss wieder alles umgebaut werden. Weil das Stiegensteigen für Bernhard mittlerweile fast unmöglich ist, wird die Garderobe herausgerissen und zum Bad umfunktioniert. Auch ein größeres Auto wird gebraucht. "Zu viert samt Rollstuhl passen wir in unseren jetzigen Wagen einfach nicht hinein", sagt Zwinger. Auch die Zufahrt zum Haus ist derzeit noch nicht rollstuhlgerecht.

Die TN möchten der Familie deshalb mithilfe ihrer Leser zumindest einen Teil der finanziellen Sorgen nehmen - wer spenden möchte, kann dies unter folgenden Daten tun:

Bernhard Zwinger Spendenkonto, IBAN: AT56 3502 2000 0112 9147.

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