Chronik

AK warnt: Treibstoffe deutlich teurer

Schlechte Nachrichten für Urlauber. Die Konsumentenschützer der Arbeiterkammer haben die Preise für Benzin und Diesel unter die Lupe genommen.

Tanken ist teurer geworden. SN/robert ratzer
Tanken ist teurer geworden.

Rechtzeitig bevor die Sommerferien beginnen und sich tausende Salzburger mit dem Auto in Richtung Süden begeben, haben die Konsumentenschützer der Arbeiterkammer die Preise für Benzin und Diesel unter die Lupe genommen. Es zeigt sich: Die Treibstoffe sind gegenüber dem Vorjahr deutlich teurer geworden, Super um 11 Prozent und Diesel sogar um 15 Prozent.

Im Vergleich dazu lag die Inflationsrate im selben Zeitraum bei 1,9 Prozent. "Die Treibstoffe haben ihrem Ruf als Inflationstreiber Nummer 1 alle Ehre gemacht", sagt AK-Präsident Peter Eder, der von einer weiteren Preissteigerung pünktlich zum Ferienbeginn ausgeht. Die AK rät: Preise vergleichen und wenn möglich, abseits der Autobahnen tanken.

Insgesamt haben die AK-Konsumentenschützer kurz vor dem Beginn der Sommerferien 184 Tankstellen überprüft. Im Juni 2018 beliefen sich die durchschnittlichen Kosten in Salzburg für einen Liter Super auf 1,290 Euro und für einen Liter Diesel auf 1,238 Euro. Das heißt: Für einen 50 Liter Tank müssen die Salzburgerinnen und Salzburger um 6,35 Euro (Super) bzw. 8,25 Euro (Diesel) tiefer in die Tasche greifen als noch im Vorjahr.

Lungau weiterhin Schlusslicht

Der Lungau bleibt in Sachen Tanken am letzten Platz. Salzburgs südlichster Bezirk liegt deutlich über dem Landesschnitt: Nämlich um 6,98 Prozent bei Super und 4,20 Prozent bei Diesel. Der Grund dafür liegt laut AK-Konsumentenschützer Stefan Göweil im "fehlenden Preiswettbewerb.

Am billigsten tankt man im Gegensatz zu vergangenen Jahren nicht in Salzburg-Stadt, sondern im Pinzgau: Und zwar um 2,95 Prozent weniger als der Super-Landesschnitt und um 2,18 Prozent weniger als der Diesel-Landesschnitt.

AK empfiehlt, zu vergleichen

"Der Gipfel ist aber vielleicht noch nicht erreicht", befürchtet der AK-Konsumentenschützer. "Am kommenden Wochenende, wenn die Ferien starten, könnten die Treibstoffpreise vermutlich noch weiter steigen."

Aus diesem Grund lohnt es sich umso mehr die Preise zu vergleichen. Eine hilfreiche Anwendung ist der Spritpreisrechner von E-Control (www.spritpreisrechner.at).
Autofahrer sollten, wenn möglich, abseits der Autobahnen tanken. Der Unterschied beträgt bis zu 30 Prozent.

Kurios: Die Autobahntankstellen in Salzburg sind teurer als in Bayern. "Einen plausiblen Grund dafür gibt es nicht", so Göweil. "Generell tankt man in Salzburg billiger als in Bayern. Diesen Preisunterschied entlang der Autobahnen kann ich mir nur mit bewusst sehr hoch angesetzten Preisen der österreichischen Mineralölkonzerne erklären."

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