Chronik

"Aktion scharf" am Osterwochenende: 22 Führerscheine weg

Mit 122 km/h fuhr ein Lenker am Wochenende durch das Ortsgebiet von Grödig. In Werfen war ein Lenker mit 195 km/h auf der Autobahn unterwegs.

Symbolbild: Gleich 22 Lenker waren am Wochenende mehr als 50 km/h schneller unterwegs als erlaubt.  SN/robert ratzer
Symbolbild: Gleich 22 Lenker waren am Wochenende mehr als 50 km/h schneller unterwegs als erlaubt.

Das Land Salzburg und die Verkehrspolizei haben nach mehreren eklatanten Geschwindigkeitsüberschreitungen in Salzburg am Osterwochenende eine "Aktion scharf" gegen Raser ausgerufen.
Die höchsten Überschreitungen waren im Ortsgebiet von Grödig bei erlaubten 50 mit gemessenen 122 km/h, auf der L 101 bei Obertrum bei erlaubten 80 mit 144 km/h, auf der A 10 bei Oberalm bei erlaubten 80 mit 153 km/h und auf der A10 bei Werfen bei erlaubten 100 mit 195 km/h zu verzeichnen.


"Wer glaubt, mit Raserei Leben gefährden zu müssen, hat mit scharfen Konsequenzen zu rechnen. Gegen Raserei gehen wir hart vor. Wir werden weiterhin Schwerpunkte auf diese Kontrollen legen. Uns geht es dabei bewusst um die wirklichen Rasen und nicht diejenigen, die mit ein paar km/h zu viel gemessen werden. Allein nach dem letzten Wochenende wurden neben hohen vierstelligen Geldstrafen auch 22 Führerscheinentzugsverfahren eingeleitet.", sagt Verkehrslandesrat Stefan Schnöll. Die Aktion habe deshalb Wirkung gezeigt. Es sei gelungen, die massiven Überschreitungen etwas einzudämmen. "Die Zahl der Raser, die über 50 km/h zu schnell unterwegs waren, stellten mit 2 Prozent der festgestellten Überschreitungen einen vergleichbar kleineren Anteil dar." Insgesamt wurden bei 22 Fahrern Überschreitungen von mehr als 50 km/h gemessen.
"Wir werden weiterhin gegen Raser vorgehen und Schwerpunkt-Aktionen setzen. Nur weil zur Zeit weniger Verkehr ist, gelten trotzdem dieselben Spielregeln. Und wer mit über 120 km/h durchs Ortsgebiet brettert, gefährdet neben sich selbst vor allem auch andere", sagt Schnöll.

Oberst Friedrich Schmidhuber, Leiter der Verkehrsabteilung der Landespolizeidirektion, bekräftigt das: "Die Ergebnisse vom Osterwochenende zeigen die Notwendigkeit von intensiver Verkehrsüberwachung auch in Zeiten der Corona-Krise. Die Polizei wird weiterhin keine Nachsicht bei gefährlichen Übertretungen zeigen, um die Menschen vor rücksichtslosen Verkehrsteilnehmern zu schützen."

Quelle: SN

Aufgerufen am 05.12.2020 um 01:14 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/aktion-scharf-am-osterwochenende-22-fuehrerscheine-weg-86225407

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