Chronik

Aktion scharf gegen Müllsünder

Das Wegschmeißen von Müll wird künftig teuer werden. Im Pongau soll ab sofort kontrolliert und gestraft werden.

Wussten Sie, dass ein achtlos weggeschmissener Kaugummi oder eine Zigarettenkippe erst nach fünf bis zehn Jahren verrottet?

Eigentlich sollte es eine Selbstverständlichkeit sein, seinen Müll nicht sorglos in die Natur zu werfen. Die Realität sieht jedoch anders aus: "Wir sammeln von Bremsscheiben über Plastik, Dosen, Wegwerfwindeln bis hin zum Katzenklo eigentlich alles", sagt der Leiter der Straßenmeisterei, Hannes Mußbacher.

Tonnen von Müll neben Straßen und in der Natur

Es wird nicht weniger, was da an Müll achtlos und illegal neben Straßen und in der Natur landet. Genau gesagt, sind es etwa 80 Tonnen Müll, die allein im Ennspongau bis hinein ins Großarl- und Gasteinertal jährlich vom Straßendienst zusammengeklaubt werden. "Eigentlich sollten unsere Leute wichtige Wartungsaufgaben erfüllen, aber mittlerweile sind wir nicht nur im Frühling, sondern auch das ganze Jahr über mit der Sammlung von Müll beschäftigt."

Eine Beobachtung, die viele teilen und die unzählige freiwillige Müllsammelaktionen immer wieder bestätigen: "Wir waren erst kürzlich mit der Landjugend Müll sammeln und haben sofort zehn Müllsäcke gefüllt", erzählt Bernhard Weiß vom Abfallwirtschaftsverband Pongau (AWV Pongau). Obmann Weiß und Geschäftsführer Herbert Matl starten deshalb gemeinsam mit Bezirkshauptmannschaft und Polizei nun eine dringend nötige Gegenmaßnahme, denn immer mehr Müll verschmutzt Wiesen und Wälder, Berge und Seen.

"Wilder Müll" sieht aber nicht nur hässlich aus, sondern belastet die Umwelt, und darunter leiden Tiere und Pflanzen - auch das ist vielen Menschen nicht klar.

Höhere Bußgelder, mehr Kontrollen

Nach dem Salzburger Abfallgesetz ist das achtlose Wegwerfen von hygienisch bedenklichen Rückständen, darunter fällt auch Kaugummi, mit bis zu 5000 Euro strafbar. Wer künftig im Pongau Müll wegwirft, dem drohen nun Strafen, das beginnt mit Organmandaten von 50 Euro und kann bis zu Anzeigen samt Strafverfahren führen: "Es muss sich einfach herumsprechen: Littering, also das achtlose Wegwerfen von Müll, ist strafbar", so Thomas Winkler, der stellvertretende Polizeichef im Pongau.

"Unser Ziel ist jedoch", meint Bezirkshauptmann Harald Wimmer, "dass es nicht passiert und wir sensibilisieren, denn strafen allein kann keine Lösung sein, es muss uns allen bewusst werden, welche negativen Auswirkungen das für die Umwelt hat."

Denn Plastik verrottet zum Beispiel erst nach bis zu 20 Jahren und Plastikflaschen aus PET sind nahezu nicht zersetzbar. Man geht von bis zu 450 Jahren aus.

Aufgerufen am 25.08.2019 um 02:33 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/aktion-scharf-gegen-muellsuender-72939436

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