Chronik

Alkoholexzess beim Fasching in der Schule

Ein Vorfall in der Neuen Mittelschule Hof am Faschingsdienstag, der erst jetzt öffentlich wurde, beschäftigt die Schulbehörden.

Symbolbild SN/apa (dpa)
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Ein Vorfall mit schwer betrunkenen Schülern beschäftigt die Behörden. Wie erst diese Woche öffentlich bekannt wurde, waren am Faschingsdienstag, 25. Februar, zwei Schüler in der Neuen Mittelschule Hof so stark alkoholisiert, dass sie mit der Rettung ins Spital eingeliefert wurden.

Die zwei Viertklassler, beide über 14 Jahre alt, dürften unter anderem sehr hochprozentigen Schnaps ins Schulgebäude geschmuggelt, in Garderobenkästen versteckt und getrunken haben. Die Lehrer sollen das erst bemerkt haben, als einer der Betroffenen bei der Schulfaschingsveranstaltung bewusstlos am Boden lag.

Laut Mitschülern stammt der Alkohol aus einer Onlinebestellung und in der Folge aus der Abholbox eines Marktes. Auch ein paar Tage zuvor soll in der NMS in Hof schon Alkohol geflossen sein.

Bürgermeister Thomas Ließ (ÖVP) sagt auf SN-Anfrage, die Gemeinde sei über zwei Vorfälle mit Alkohol einige Tage danach von der Direktion informiert worden. Über weitere Schritte wisse er nichts.

Schulleiterin Renate Todt will keine Stellungnahme abgeben. Der Leiter der Salzburger Bildungsdirektion, Rudolf Mair, sagt: "Uns liegt darüber keine Meldung vor." Eine Nachfrage Mairs ergab, dass der Fall über den Schulqualitätsmanager im Flachgau abgehandelt und bereinigt worden sei. Zu den Konsequenzen hätten auch umfangreiche Gespräche mit den Eltern gezählt. Den Vorfall ("eine unschöne Sache") stuft der Bildungsdirektor in "die Kategorie Dumme-Buben-Streich" ein. "Das kommt vor." Schule sei ein Spiegel der Gesellschaft. Der Vorfall sei in erster Linie für die zwei Schüler unangenehm. "Ihnen wurden die Leviten gelesen. Hoffentlich haben sie daraus gelernt und sie merken es sich ihr Leben lang."

Schulqualitätsmanager Peter Glas sagt, die Sache sei ruhig und besonnen behandelt worden. Die Direktorin habe nach diesem absolut untragbaren und höchst unerfreulichen Verhalten der Schüler mit allen Beteiligten Gespräche geführt. Der Rädelsführer sei - etwa in den Pausen - unter besondere Aufsicht gestellt worden. Ein derartiger Vorfall sei sehr, sehr selten. Er könne sich nicht an Vergleichbares erinnern.

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