Chronik

Alle Helfer unter einem Dach

Die Einsatzkräfte in Wagrain sollen sich künftig ein gemeinsames Zuhause teilen.

Wagrains Blaulichtorganisationen teilen sich künftig ein gemeinsames Einsatzzentrum. SN/sw/gemeinde wagrain
Wagrains Blaulichtorganisationen teilen sich künftig ein gemeinsames Einsatzzentrum.

Demnächst startet der Baubeginn für das neue Einsatzzentrum in Wagrain. Alle Blaulichtorganisationen sollen direkt an der Wagrainer Bundesstraße (B 163) im Ortsteil Hof unter einem Dach untergebracht werden. Der Salzburger Architekt Ludwig Kofler hat das moderne Gebäude nach einem Architektenwettbewerb geplant.

Neben der freiwilligen Feuerwehr und der Bergrettung kann im Gebäude auch die Polizei untergebracht werden: "Bis Dezember 2021 soll der Teil für Feuerwehr und Bergrettung fertiggestellt sein", sagt Bürgermeister Axel Ellmer (ÖVP), "der Rest bis zum Frühjahr 2022." Im oberen Bereich des Hauses soll es eine Dienstwohnung für die freiwillige Feuerwehr geben, "wenn das Bewerbungsverfahren für die Polizei positiv verläuft. Ansonsten wird der obere Bereich derzeit nicht gebaut, er kann aber später jederzeit errichtet werden." Insgesamt rechnet der Bürgermeister dafür mit Kosten von über sechs Millionen Euro, "doch einiges davon wird auch durch Förderungen gedeckt".

Im Kampf gegen das Verkehrschaos im Zentrum von Wagrain gibt es eine Steuerungsgruppe mit Mitgliedern aus Bergbahnen, Tourismus und Gemeinde, um ein neues Verkehrskonzept auszuarbeiten: "Es werden gemeinsame Maßnahmen mit Kleinarl ausgearbeitet. Wir rechnen damit, dass im Laufe des nächsten Jahres ein fertiges Konzept seine Umsetzung finden kann."

Die vergangene Sommersaison sei für die Gemeinde den Umständen entsprechend gut verlaufen, so der Bürgermeister, der wie alle aufgrund der Corona-Pandemie gespannt auf die kommende Wintersaison blickt.

Im nächsten Jahr wird auch Wagrain mit einem neuen räumlichen Entwicklungskonzept starten: "Da rechne ich mit gut drei bis vier Jahren bis zur Umsetzung." Prinzipiell gebe es wenig Baugrund für Einheimische, obwohl die Gemeinde mit 3122 Einwohnern leicht wachse: "Wir werden versuchen, einige erschwingliche Baugründe auszuweisen."

Das Gemeindegebiet von Wagrain war von den jüngsten Unwetterschäden im August stark betroffen, vor allem im Bereich der Bundesstraße B 163. Mittlerweile konnten die gröbsten Schäden behoben werden. Bei der Kleinarler Arche wird zu Beginn des Winters mit den ersten Verbauungen gestartet, hauptsächlich gefördert mit Geldern des Landes und Bundes.

Aufgerufen am 27.11.2020 um 04:42 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/alle-helfer-unter-einem-dach-93162679

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