Chronik

Alle vier Stunden ein Wildunfall in Salzburg

Jährlich kommen in Salzburg knapp 2200 Wildtiere im Straßenverkehr zu Tode. Gerade im Herbst wird es für Tiere und Autofahrer gefährlich.

Alle vier Stunden ein Wildunfall in Salzburg SN/bilderbox

Dies bedeutet, dass sich in Salzburg alle vier Stunden ein Unfall mit einem Wildtier ereignet. Gerade im Herbst "In dieser Jahreszeit kommt es aufgrund der schlechten Sichtverhältnisse zu besonders vielen Unfällen mit Wildtieren", heißt es beim österreichischen Versicherungsverband VVO. Im vergangenen Jahr wurden in Salzburg elf Personen (Österreichweit 304 Personen) bei Wildunfällen zum Teil schwer verletzt. Österreichweit verunglückte i eine Person bei einem Wildunfall tödlich. "Das Gefahrenzeichen 'Achtung Wildwechsel' sollte unbedingt ernst genommen und der Fahrstil entsprechend angepasst werden", sagt Othmar Thann, Direktor des Kuratorium für Verkehrssicherheit. Wildtiere würden nämlich instinktiv den kürzesten Weg zu ihrem Ziel wählen und dabei nicht zwischen Straßen und Feldern unterscheiden. "Bei Übergangsbereichen zwischen Wald und Feld ist das Risiko eines Wildunfalles daher besonders groß - hier sollten Fahrzeuglenker ganz besonders vorsichtig sein."

Unfälle müssen gemeldet werden

In der Morgendämmerung und abends sind Wildtiere am aktivsten. Dies spiegelt sich auch in der Unfallstatistik wieder: Die meisten Unfälle ereignen sich in den Morgenstunden (zwischen 5 und 7 Uhr) sowie abends zwischen 20 und 23 Uhr. Ein Großteil der Wildunfälle sind Kollisionen mit Rehwild, aber auch Zusammenstöße mit Hasen, Fasanen, Füchsen und auch Wildschweinen sind relativ häufig.

Wenn es tatsächlich zu einem Unfall mit einem Wildtier kommt, muss die Gefahrenstelle unverzüglich abgesichert und die Polizei verständigt werden. Die Nichtmeldung eines Sachschadens ist strafbar, bei einem Wildschaden besteht nach §4 Abs. 5 der Straßenverkehrsordnung unverzügliche Verständigungspflicht. "Getötetes Wild darf auf keinen Fall mitgenommen werden - auch nicht zum Tierarzt. Das Wildtier leidet bei einem improvisierten Transport mehr als im gewohnten Lebensraum. Die Mitnahme des Tieres kann behördlich auch als Wilddiebstahl gewertet werden. Vielmehr ist eine rasche und korrekte Meldung des Unfalls hilfreich, da der zuständige Jagdaufseher hinzugezogen werden kann", sagt Peter Lebersorger, Generalsekretär der Zentralstelle Österreichischer Landesjagdverbände.

Quelle: SN

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