Chronik

Amphibienbus ist da: Täglich sechs Fahrten durch Salzburg geplant

Erich Berer präsentierte sein neues touristisches Zugpferd. Kommende Woche muss der Amphibienbus noch die Testfahrt auf der Salzach bestehen.

Vier Jahre hat Unternehmer Erich Berer am Amphibienbus getüftelt. Am Mittwoch hat er ihn der Öffentlichkeit präsentiert. Das 7,7 Tonnen schwere Gefährt wurde in Leichtbauweise konstruiert, kostet 650.000 Euro und ist für 26 Passagiere ausgerichtet. Drei Motoren mit insgesamt 630 PS sorgen für den Antrieb. Der neue Amphibienbus wird bei der Anlegestelle des Salzachschiffs am Franz-Josef-Kai starten, flussabwärts 450 Meter Richtung Mülln auf der Salzach fahren, dann auf die Schwarzstraße hinauf wechseln, über die Staatsbrücke nach Nonntal, zum Schloss Leopoldskron und zum Schloss Hellbrunn, weiter über die Riedenburg nach Mülln, zur Lehener Brücke und zurück zur Einfahrtsrampe (Mülln), von wo es wieder auf der Salzach zur Anlegestelle der Amadeus geht. Berer plant täglich drei bis sechs Fahrten, in der Hochsaison bis zu sieben Fahrten. Der Amphibienbus soll von Ende März bis Ende Oktober durch Salzburg rollen. Die Preise für die Rundfahrt, die 1 Stunde 20 Minuten dauert: 30 Euro für Erwachsene, 20 Euro für Kinder.

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"Ein Monsterbus passt nicht zu Salzburg"

"Ich habe einen Amphibienbus schon vor 15 Jahren in London gesehen und dieses Projekt immer verfolgt. Aber zu Salzburg passt kein Monsterbus. Der Amphibienbus ist relativ klein und leicht und nur für Salzburg gebaut worden", sagt Berer. Die Testfahrten auf der Donau sind gut verlaufen, doch in der Salzach ist der Bus noch nie geschwommen. Das wird kommende Woche - Montag oder Dienstag - das erste Mal geschehen. "Man kann alles proben und testen, aber die Verhältnisse in Salzburg auf der Salzach sind anders. Ich kann nicht voraussagen, wie es beim Rein- und Rausfahren in den Fluss gehen wird. Das ist technisch nicht einfach. Wir fahren mit Straßenantrieb hinein und müssen rechtzeitig die Propeller starten." Kommende Woche beim Probebetrieb auf der Salzach wird sich zeigen, ob Berers Gefährt hält, was er sich davon verspricht. "Erst wenn alles passt, fahren wir mit Publikumsverkehr", sagt der Unternehmer. Um das Fahrzeug zu lenken, braucht es den Busführerschein und das Schiffspatent. Den Busführerschein hat Berer eigens für den Amphibienbus gemacht. In Summe hat Berer 700.000 Euro in den schwimmenden Touristenbus investiert. "Ich gehe davon aus, dass wir das in vier bis fünf Jahren refinanziert haben."

Doppeldeckerbus und Salzachschifffahrt

Erich Berer betreibt mit seiner Unternehmensgruppe mehrere Firmen in Salzburg, darunter auch Konzerte auf der Festung Hohensalzburg sowie seit 2002 die Salzach-Schifffahrt "Amadeus". Zusätzlich bietet Berer einen historischen englischen roten Doppeldecker-Bus in Kombination mit der Schifffahrt und für Charter-Touren an.

Quelle: SN

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