Chronik

Anrainer in Hof fordern Ortsumfahrung

Ein neues Projekt könnte Hof vom Durchzugsverkehr befreien.

Gerald Rankl, Edith Schwaiger und Siegfried Rösslhuemer (von links) kämpfen für eine Umfahrungsstraße. SN/florian oberhummer
Gerald Rankl, Edith Schwaiger und Siegfried Rösslhuemer (von links) kämpfen für eine Umfahrungsstraße.

20.000 Fahrzeuge rollen täglich am Haus von Siegfried Rösslhuemer vorbei. Seit Jahrzehnten lebt er direkt an der Bundesstraße durch Hof. Der Durchzugsverkehr wird immer stärker. "Im Winter kommt man kaum aus der Hauseinfahrt raus", erzählt der Anrainer.

Auch Gerald Rankl wohnt direkt an der Bundesstraße. "In Hof kann sich kein Gemeindeleben entwickeln, solange der Verkehr durch das Ortszentrum rollt", sagt der Pensionist. Rankl hat einen Plan. Eine 3,5 Kilometer lange Umfahrung könnte Abhilfe schaffen. Die Straße würde an der Oberkante des Tals der Fuschlsee-Ache verlaufen. An der Enzersberger Landesstraße und an der B158, Ecke Billa, sind neue Kreisverkehre geplant. Weiters müssten Brücken über den Lepachbach und über den Schwarzmühlgraben neu gebaut werden, sagt Rankl: "Experten haben mir versichert, dass die Trassenführung kein Problem darstellt." Die Projektkosten der "Umfahrung Hof" werden auf 20 Millionen Euro geschätzt.

Anfang der Woche hat Rankl seine Pläne der Gemeindevertretung präsentiert: "SPÖ und Liste Hof unterstützen das Projekt. Aber auch einige ÖVP-Gemeinderäte äußerten sich positiv." Die SPÖ würde auch ein mögliches Bürgerbegehren unterstützen, sagt Gemeinderätin Evelin Leitner.

Die Gemeinde will nun eine Machbarkeitsstudie in Auftrag geben. "Wir warten ab, bis der Verein gegründet ist. Wenn wir ein offizielles Gegenüber haben, können wir weitere Schritte setzen", sagt Bürgermeister Thomas Ließ (ÖVP).

Die Vereinsgründung soll kommende Woche über die Bühne gehen. Neben Rankl und Rösslhuemer sind der Architekt Peter Harrer und die Lehrerin Edith Schwaiger mit im Boot. Sie hat vor allem das Wohl der Kinder im Sinn: "Rund 50 Prozent der NMS-Schüler müssen auf dem Weg in die Schule die Bundesstraße über einen Zebrastreifen queren. Weil es nur eine Blinkampel gibt, ist regelmäßig Polizei als Unterstützung vor Ort. Die meisten Volksschüler werden von den Eltern über die Straße begleitet."

Auch das Verkehrsaufkommen in Richtung Stadt Salzburg könnte dauerhaft reduziert werden, wenn viele Autos und Lkw bereits frühzeitig Richtung Autobahnauffahrt Thalgau umgeleitet werden, argumentiert Rankl. Bislang habe er mit der Landespolitik jedoch keine guten Erfahrungen gemacht: "Im Herbst haben wir die Umfahrungspläne dem damaligen Verkehrslandesrat Hans Mayr vorgelegt. Er zeigte zwar grundsätzliches Interesse, meinte aber, dass bei einem möglichen Bau des Gitzentunnels in Bergheim über Jahre kein derartiges Großprojekt in Salzburg mehr möglich sei."

Quelle: SN

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