Chronik

Apocalypse: Kongress in Salzburg will die Welt retten

Wird die Welt am 21. Dezember untergehen? Die Hüter der Erde ("An Kana Te") glauben nicht daran - sie werden die Welt durch ihre Energie retten. 1000 Mitglieder treffen sich deshalb in Salzburg zu einem Kongress.



Irgendetwas ist anders. Im Kongresshaus Salzburg herrscht Vollbetrieb, 1000 Besucher des "An Kana Te"-Kongresses sitzen im edel geschmückten Europasaal. Doch es ist kein normaler Kongress - nein, etwas ist anders. Es ist die Ruhe. Überall scheint die Zeit stillzustehen. Es gibt keine gestressten Menschen, alle lächeln und nehmen sich in den Arm, als würden sie sich kennen.

Sie kennen sich nach ihrer Vorstellung auch. Denn An Kana Te heißt alte Seelen, also Menschen, die schon viele Male wiedergeboren worden sind. Sie haben sich Salzburg ausgesucht, um die Welt vor dem Untergang zu retten. Von Donnerstag bis Samstag nehmen sie sich dafür Zeit. "Es wird ein Reset im Bewusstsein der Menschen geben", sagt Taato Gomez. Gomez ist der Chef einer kleinen Band, der den dreitägigen Kongress musikalisch untermalt.

Musik sei wichtig, damit die Menschen zu sich finden und ihre Energie spüren könnten. Denn es sei an der Zeit, dass sich etwas verändere. "Wir haben es mit Krieg und Zerstörung versucht, das funktioniert nicht. Unsere Ressourcen sind aufgebraucht." Heute, Freitag, werde das spirituelle Bewusstsein auch auf das einfache Volk überschwappen und auf der Welt werde Liebe, Respekt und Anerkennung herrschen.

Kein Weltuntergang also. An den hat Ulrike auch nicht geglaubt. Sie ist hauptsächlich wegen des eigenen Bewusstseins von Deutschland angereist. "Ich möchte gewisse Wesenszüge stärker herausarbeiten", sagt sie. Ihre Gabe sei es, Menschen zusammenzubringen. "Oft spreche ich in der U-Bahn einfach Menschen an - ich bin sehr offen." Als sie ein Video zu den An Kana Te gesehen hat, ist sie in Tränen ausgebrochen. "Plötzlich wusste ich, dass ich zu dem Kongress in Salzburg fahren muss." Es war vorgegeben, dass sie Michael Elrahim Amira treffen soll.

Amira ist der Initiator des Kongresses und ein Medium. Seine Rede, die er nun vor den 1000 Besuchern hält, wurde ihm von der geistigen Welt mitgeteilt. "Die geistige Welt hat mir erklärt, dass wir nicht mehr so tun können, als wären wir normale Menschen", sagt Amira. Er ist ganz in Weiß gekleidet und sitzt auf einem weißen Thron. Die An Kana Te seien anders, denn sie hätten schon viele Wiedergeburten hinter sich. "Wir hatten lang Zeit, Erfahrungen zu machen, wie wir die mächtigste Kraft der Welt aufbauen können: die Liebe." Mithilfe dieser Kraft versuchen die alten Seelen gemeinsam, der Welt das neue Bewusstsein zu geben und den Untergang abzuwenden.

Wegen des neuen Bewusstseins ist auch Dimitri Palicin aus Hamburg angereist. "Ich will meine eigene Spiritualität weiterentwickeln", sagt er. Seinen Charakter will er verändern und auch seine Gewohnheiten. "Es gibt immer etwas zu tun." Der heutige Freitag ist für ihn etwas Besonderes, weil er viele aufgeklärte, bewusste Menschen treffen kann. "Ich kann hier sehr gut abschalten."

Das Medium Amira versucht indes noch immer, die Welt auf das neue Bewusstsein vorzubereiten. Schließlich soll es heute, Freitag, so weit sein. "Je schneller wir glauben können, desto schneller geht es", erklärt er - oder die geistige Welt. Zur Einstimmung will ein Freund auf einem weißen Piano spielen. "Schließt die Augen und geht nach innen, euer inneres Wesen erwartet euch bereits", sagt das Medium - und 1000 Menschen folgen ihm. Es wird ganz ruhig im Raum und der erwartungsvollen Stille folgen die ersten Töne der Pianomusik.

Aufgerufen am 25.09.2018 um 05:47 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/apocalypse-kongress-in-salzburg-will-die-welt-retten-5409832

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