Chronik

Arbeiter stürzte in Salzburg von Gerüst und starb: Baupolier wurde freigesprochen

Facharbeiter fiel bei Arbeiten an Ziegelmauer drei Meter kopfüber vom Gerüst und erlitt tödliche Verletzungen. Das Bezirksgericht Salzburg sprach den für die Baustelle verantwortlichen Polier vom Vorwurf der fahrlässigen Tötung frei. Nicht rechtskräftig.

Symbolbild.  SN/sn
Symbolbild.

Zu einer tragischen Arbeitsunfall war es am 6. Juni 2019 auf einer Baustelle in Salzburg-Liefering gekommen. Ein Facharbeiter war bei Arbeiten an einer Ziegelmauer aus gut drei Metern Höhe kopfüber vom Baugerüst gestürzt - der Maurer zog sich tödliche Verletzungen zu.

Kürzlich musste sich nun ein 55-jähriger Polier als Verantwortlicher der Baustelle wegen fahrlässiger Tötung vor dem Salzburger Bezirksgericht verantworten. Dem Beschuldigten (Verteidiger: RA Hans Peter Bauer) wurde angelastet, dass Baugerüst vor Inbetriebnahme nicht auf eventuelle Mängel überprüft zu haben.

Der Richter sprach den Polier im Zweifel frei. Wie sein Verteidiger auf SN-Anfrage sagte, habe der Polier laut sinngemäßer Urteilsbegründung zum einen gar nicht mehr die Möglichkeit gehabt, das erst kurz vor dem Unglück aufgestellte Gerüst auf seine Funktionstauglichkeit zu überprüfen. Zum anderen habe der Arbeiter ohne Arbeitsauftrag im Unglücksbereich gearbeitet. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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