Chronik

Auf Salzburgs Autobahnen nimmt die Verkehrslawine deutlich zu

Drei Prozent mehr Verkehr auf Salzburgs Autobahnen - und bei einzelnen Zählstellen habe es sogar ein Plus von 3,6 Prozent mehr Verkehr gegeben, meldet der Verkehrsclub Österreich. Die Organisation fordert mehr Anreize für den öffentlichen Verkehr.

Die stärkste Verkehrsbelastung verzeichnet die Westautobahn. SN/robert ratzer
Die stärkste Verkehrsbelastung verzeichnet die Westautobahn.

Der Verkehr auf den Autobahnen in Salzburg hat heuer erneut deutlich zugenommen, meldet der Verkehrsclub Österreich (VCÖ). Die stärkste Verkehrsbelastung weise demnach die A1 bei Kleßheim auf. Auch österreichweit ist der Autoverkehr stark gestiegen. Die Zunahme des Autoverkehrs führe von den Klimazielen weg, sag VCÖ-Experte Markus Gansterer. Um den Klimazielen näher zu kommen und Staus zu verringern, brauche es stärkere Anreize zum Umstieg vom Auto auf den Öffentliche Verkehr, betont der VCÖ.

A1 ist am stärksten befahren

Der am stärksten befahrene Autobahnabschnitt Salzburgs befindet sich auf der A1 bei Kleßheim, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse auf Basis von Daten der Asfinag zeigt. Hier waren in den ersten neun Monaten im Schnitt täglich 77.710 Pkw und Klein-Transporter (unter 3,5 Tonnen) unterwegs.

Auf der A1 bei Bergheim waren im Schnitt 77.030 Autos pro Tag unterwegs, bei Hallwang waren es 63.550 pro Tag. Bei diesen beiden Zählstellen nahm der Autoverkehr um 2,8 bzw. 3,4 Prozent zu.

Auch auf der Tauernautobahn gab es eine ähnlich starke Zunahme des Autoverkehrs mit rund 3 Prozent, wie die VCÖ-Analyse zeigt. Bei Puch fuhren heuer im Schnitt 56.210 Autos pro Tag, durch den Ofenauer Tunnel waren es knapp mehr als 44.000.

155 Zählstellen österreichweit untersucht

Der VCÖ hat österreichweit die Daten von 155 Zählstellen der Asfinag analysiert. Bei 18 Zählstellen nahm der Autoverkehr sogar um mehr als fünf Prozent zu, bei 62 zwischen zwei und fünf Prozent und bei 59 um bis zu zwei Prozent. "Die Zunahme des Autoverkehrs führt Österreich von seinen Klimazielen weg. Zudem bedeutet mehr Autoverkehr mehr Staus und mehr gesundheitsschädliche Schadstoffe. Es braucht viel stärkere Anreize für den Umstieg vom Auto auf den Öffentlichen Verkehr", stellt VCÖ-Experte Markus Gansterer fest.

Die Ergebnisse der Zählstellen von Jänner bis Ende September:

A1 Kleßheim 77.710 pro Tag plus 2,3 Prozent im Vergleich 2017
A1 Bergheim West 77.030 plus 2,8 Prozent
A1 Wals 68.820 plus 0,8 Prozent
A1 Hallwang 63.540 plus 3,4 Prozent
A10 Puch 56.210 plus 3 Prozent
A10 Hallein 53.820 plus 2,9 Prozent
A10 Golling 45.460 plus 2,9 Prozent
A10 Ofenauer Tunnel 44.080 plus 3,6 Prozent
A10 Tenneck 42.830 plus 3 Prozent
A10 Werfen 39.110 plus 2,8 Prozent
Quelle: SN

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