Chronik

Auf Sturm folgt der Schnee - Thermen und Museen gestürmt

Der prognostizierte Wintereinbruch am Dienstag traf ein. Gäste und Einheimische wichen daher vielfach auf andere Freizeitangebote aus.

Mit Spitzen von bis zu 110 Stundenkilometern war Sturmtief "Petra" Dienstag früh über das Bundesland Salzburg gefegt. Während der Sturm im Flachgau und im Tennengau zahlreiche Bäume umknickte, die Straßen blockierten und Stromleitungen beschädigten, wurden im Pinzgau einzelne Dächer abgedeckt. In Zell am See fielen Teile des Dachs einer Bootsgarage auf die Gleise der nahe liegenden Westbahnstrecke. Der Zugverkehr musste für knapp zwei Stunden gesperrt werden, da durch den anhaltenden Sturm eine weitere Gefährdung des Zugverkehrs befürchtet werden musste.

In Obertauern, auf dem Kitzsteinhorn, auf der Schmittenhöhe und im Gasteiner Tal blieb der Großteil der Liftanlagen wetterbedingt geschlossen. Zahlreiche Urlauber - es ist Hauptreisezeit - mussten sich also bei wechselhaftem Wetter mit Schnee- und Graupelschauern abseits der Pisten beschäftigen. Besonders groß war der Andrang im Nationalparkzentrum Mittersill. "Bei gutem Skiwetter zählen wir um diese Zeit 60 bis 80 Besucher pro Tag. Heute sind es bereits 800", berichtet eine Mitarbeiterin des Nationalparkzentrums. Blockabfertigungen am Eingang gebe es aber keine, man habe auch schon einmal 1000 Besucher an einem Tag gezählt, ergänzt sie. Alle Liegen besetzt waren am Dienstag in der Therme Amadé in Altenmarkt. Um ein Drittel mehr Gäste als an einem normalen Skitag verzeichnete die Alpentherme in Bad Hofgastein. Die Kombination aus Ferienzeit und schlechtem Wetter sorgte auch im Haus der Natur in der Stadt Salzburg für ein volles Haus.

Der Ansturm auf die Indoorangebote dürfte sich am Mittwoch fortsetzen. Die ZAMG kündigt winterliches Wetter an, der Wind bleibt lebhaft, im Lungau stürmisch. Für den Bereich von Eben im Pongau bis zum Katschbergtunnel hat die Asfinag eine Neuschneewarnung mit bis zu 50 Zentimetern für die A10 ausgegeben. "Wir sind auf den Volleinsatz mit allen Mitarbeitern und zusätzlichen Winterdienstgeräten eingestellt", sagt Heimo Maier-Farkas von der Asfinag.

Quelle: SN

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