Chronik

Bad Hofgastein: Löscheinsatz bei Eiseskälte - Feuerwehrmann erlitt Erfrierungen

Beim Brand eines Wohnhauses in Bad Hofgastein sind am Donnerstag in den frühen Morgenstunden die Freiwilligen Feuerwehren Bad Hofgastein, Bad Gastein und Dorfgastein mit 13 Fahrzeugen und rund 80 Kräften im Einsatz gestanden. Die eisigen Temperaturen forderten ihren Tribut.

Brandeinsatz in Bad Hofgastein. SN/ff bad hofgastein
Brandeinsatz in Bad Hofgastein.

Die Feuerwehr wurde laut ihrem Einsatzbericht am Donnerstag um 4.40 Uhr "zu einem ausgedehnten Wohnhausbrand in den Ortsteil Bertahof" alarmiert. Eine Person wurde beim Brand gerettet und konnte dem Roten Kreuz übergeben werden. Der Mann, er ist der Besitzer des Hauses, hatte sich zunächst selbst auf die Terrasse vor dem Feuer flüchten können, nach der Erstversorgung kam er in das Krankenhaus Schwarzach.

Das Feuer brach im Erdgeschoß aus und griff über die Terrasse auf den Balkon über. Auch der Dachstuhl wurde geöffnet, da sich noch mehrere Brandherde darunter befanden.

Die Feuerwehr schrieb weiters: "Eine sehr große Herausforderung beim Einsatz war auch die Kälte im zweistelligen Minusbereich." Die ZAMG-Messstelle im Gasteiner Tal wies tatsächlich einen Wert von minus 12,1 Grad aus.

Das hatte Folgen: Ein Feuerwehrmann erlitt nämlich laut Polizeibericht im Zuge des Einsatzes Erfrierungen an den Händen und wurde ebenfalls nach der Erstversorgung ins Klinikum Schwarzach gebracht.
"Brand aus" konnte erst um 9.17 Uhr gegeben werden. Brandermittler der Polizei nahmen ihre Tätigkeit auf. Am Vormittag hieß es: "Der Brandausbruchsbereich konnte durch den Bezirksbrandermittler auf einen Bereich im Erdgeschoß eingegrenzt werden. Als Brandursache wird ein unachtsamer Umgang mit Tabakwaren durch den Bewohner angenommen."

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