Chronik

Bad Vigaun: Rengerberg-Bewohner müssen seit Tagen ohne Strom ausharren

Nachbargemeinden werden um Hilfe gebeten, Platz für neuen Schnee zu machen. Insgesamt waren am Mittwoch im Bundesland mehr als 400 Haushalte ohne Strom.

70 Haushalte am Rengerberg waren am Mittwoch noch ohne Strom. Von der Straßensperre sind wesentlich mehr Haushalte betroffen. SN/gemeinde bad vigaun
70 Haushalte am Rengerberg waren am Mittwoch noch ohne Strom. Von der Straßensperre sind wesentlich mehr Haushalte betroffen.

Die Straße auf den inneren und äußeren Rengerberg ist seit vier Tagen gesperrt. Zu groß ist die Gefahr von Lawinen und Bäumen, die auf Fahrzeuge stürzen könnten. "Auf so eine Situation war niemand vorbereitet", sagt Bürgermeister Friedrich Holztrattner und fügt hinzu: "Natürlich gehen den abgeschnittenen Haushalten nach vier Tagen Straßensperre langsam die Lebensmittel aus." Hinzu kommt die Kälte, die sich wegen der nicht funktionierenden Heizung in den Häusern und Wohnungen ausbreitet. Seit Sonntag müssen zwischen 100 und 60 Haushalte auf dem Rengerberg ohne Strom ausharren. "Immer wieder kommen neue dazu, bei anderen funktioniert die Versorgung wieder", berichtet Holztrattner. Am Mittwochnachmittag waren es 70 Haushalte. Die Straße bleibt in den nächsten Tagen zu. Zwei Teams der Salzburg AG sind dennoch vor Ort und arbeiten an der Stromversorgung.

Herzkranker von Feuerwehr geborgen

In Notfällen rückt die Feuerwehr aus. So wurde ein herzkranker Bewohner mittels Feuerwehrauto für einen Arztbesuch aus dem Gefahrengebiet geholt. Außerdem wurden die betroffenen Bewohner mit Lebensmitteln und Notstromaggregaten versorgt. Holztrattner und seine Mitarbeiter stehen täglich mit zumindest einem Bewohner pro abgeschnittenem Haushalt in Kontakt. Die Situation sei schwierig, aber alle seien wohlauf, sagt der Bürgermeister.

Entspannung ist nicht in Sicht: Er rechnet damit, dass sich die ohnehin schon extreme Schneelage in den kommenden Tagen weiter verschärfen wird. Nun habe man aus den Nachbargemeinden Unterstützung angefordert, um die enormen Schneewände an den Straßenrändern wegzuschaffen. "Wir müssen uns für neuen Schnee rüsten. Der Schneepflug alleine ist dafür zu schwach. Wir benötigen Radlader, die den vorhandenen Schnee zumindest in den Graben kippen", sagt Holztrattner. Am Mittwoch traf erste Unterstützung ein: Die Firma Deisl aus Bad Vigaun stellte einen Radlader samt Personal zur Verfügung.

"Hotspots" im Tennengau und Pongau

Am späten Mittwochnachmittag waren im Bundesland insgesamt rund 425 Kunden betroffen. "Die Zahl schwankt anhand der Wetterverhältnisse ständig. Können Kunden an einem Ort wieder vorsorgt werden, kommen anderswo neue Einsätze hinzu", teilte eine Sprecherin der Salzburg AG.
Neben den wenigen, aber sehr schwer erreichbaren "Hotspots" im Tennengau und im Pongau waren am Nachmittag nun auch einzelne Stationen in Untertauern und Tweng am Radstädter Tauern von Störungen betroffen.

Aufgerufen am 22.04.2019 um 10:21 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/bad-vigaun-rengerberg-bewohner-muessen-seit-tagen-ohne-strom-ausharren-63813376

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