Chronik

Badeschluss im Paracelsusbad: Der letzte zieht den Stöpsel raus

Die Öffnungszeiten wurden verlängert, die Musikanlage aufgedreht, Freigetränke ausgeschenkt: Im Paracelsusbad wurde am Mittwoch Abschied gefeiert.

Wasserspeier, Sprudel und Beckenbeleuchtung waren am letzten Badetag im Einsatz, Erinnerungsurkunden wurden an treue Stammgäste verteilt. Ab Donnerstag werden die Becken entleert: Betriebsleiter Gerhard Smöch (l.) zieht dann den Stöpsel. Die Vorbereitungen für Abbruch und Neubau starten gleich: Die Bad- und Saunatechnik wird abgebaut, die "Kunst am Bau" abgenommen und im Salzburg-Museum zwischendeponiert, das Inventar ausgebaut. Die Einrichtungsgegenstände - vom Garderobenkästchen bis zur Sitzgelegenheit - werden noch vor Weihnachten bei einem Flohmarkt als Erinnerungsstücke verkauft.

Abriss nach 60 Jahren

Am 6. Jänner sollen die Abrissarbeiten beginnen. Der Spatenstich für das neue Bad ist für Februar oder März 2017 geplant. Fertiggestellt werden soll es voraussichtlich im ersten Halbjahr 2019. Dann wird das Kurhaus abgerissen. Die Stadt investiert in das neue Bad und Kurhaus 56 Millionen Euro.
Im Jahr 1953 beschloss der Gemeinderat die Errichtung eines Kurmittelhauses mit Hallenbad, eines Hotels und eines Stadtsaals (der später Kongresshaus genannt wird, Anm.). Nur drei Jahre später wurde das Paracelsusbad von Bundespräsident Theodor Körner eröffnet. Es ist das letzte noch existierende Bauwerk des Dreigestirns, das die Landeshauptstadt als Kur- und Kongressstadt etablieren sollte. Das Bad wurde nach den Plänen von Architekt Josef Havranek errichtet.

Quelle: SN

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