Chronik

Bahnte 46-jähriger Salzburger Sexkontakte zu einer 13-Jährigen an?

Der 46-Jährige, bei dem auch eine Vielzahl an kinderpornografischem Material entdeckt wurde, stand am Donnerstag in Salzburg vor Gericht. Er bestritt den Vorwurf der Anbahnung von Sexualkontakten zu dem Mädchen. Der Prozess wurde zur weiteren Beweisaufnahme vertagt.

Symbolbild.  SN/APA/BARBARA GINDL
Symbolbild.

Die gezielte Kontaktaufnahme Erwachsener mit minderjährigen oder unmündigen Personen (unter 14-Jährigen) in Missbrauchsabsicht wird "Grooming" genannt; seit elf Jahren ist Grooming, das durch die Täter oft im Wege der sozialen Medien erfolgt, auch ein eigener Straftatbestand: "Anbahnung von Sexualkontakten zu Unmündigen" (§ 208a Strafgesetzbuch). Wegen dieses und weiterer Delikte (kinderpornografische Darstellungen Minderjähriger; Sachbeschädigung) stand am Donnerstag ein 46-jähriger Salzburger am Landesgericht vor Strafrichterin Anna-Sophia Geisselhofer.

Konkret hatte der mehrfach vorbestrafte Mann im Vorjahr in der Stadt Salzburg ein 2008 geborenes Mädchen wiederholt kontaktiert und sich mit ihm auch getroffen. Laut Strafantrag soll er der damals 13-Jährigen über soziale Medien aber auch ein Bild von seinem Geschlechtsteil geschickt und das Mädchen seinerseits aufgefordert haben, ihm auch ein Nacktfoto von ihr zu schicken. Dabei habe sich der 46-Jährige als ein Jugendlicher namens "Mario" ausgegeben; zudem soll er die Schülerin auch gefragt haben, ob sie mit ihm nach Hause mitkommen wolle.

Der 46-Jährige bestritt dies im Prozess entschieden: Er habe niemals obszöne Fotos an das Mädchen geschickt und niemals sexuelle Absichten gehabt: "Wir haben uns einfach nur gut verstanden. Ich habe sie gern gehabt und wollte einfach auch wieder mal Kind sein - gemeinsam lachen, Fangen spielen und so", erzählte der Angeklagte vor Gericht. "Ich wollte niemals intim sein mit ihr." - Prozess vertagt.

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