Chronik

Ballbesucher mit K.o.-Tropfen betäubt? Polizei ermittelt

Bei einem Ball eines Sportvereins in St. Gilgen dürfte ein unbekannter Täter mehreren Besuchern K.o.-Tropfen in ihre Getränke gemischt haben.

Symbolbild. SN/robert ratzer
Symbolbild.

Wie die Polizei am Dienstag berichtete, seien derzeit drei Fälle bekannt. Die Opfer klagten jeweils über starke Übelkeit und konnten sich nicht an genaue Geschehnisse von Samstagnacht erinnern. Sie erlitten einen "Filmriss".

"Bei einem der Opfer handelt es sich um einen 26-jährigen Mann aus dem Ort, bei einem weiteren um eine 25-jährige Frau. Im dritten Fall sind die Angaben und persönlichen Daten des Opfers noch nicht bestätigt", sagte Polizeisprecherin Eva Wenzl zur APA. "Der Einheimische ist in der Nacht von Freunden gefunden worden. Nachdem sich sein Zustand nicht verbessert hat, ist er zum Hausarzt gegangen." Der Mediziner habe dann Rückstände eines Betäubungsmittels feststellen können.

Angaben zu einem möglichen Täter gibt es noch nicht. Wenzl ersuchte Personen, die sachdienliche Hinweise zu dem Abend machen können, sich bei der Polizei St. Gilgen (Telefonnummer 059133-5127) zu melden. Laut Polizei sei die missbräuchliche Verwendung von K.o.-Tropfen meist schwer nachweisbar, die Dunkelziffer dürfte demnach generell hoch sein.

K.o.-Tropfen kann man weder sehen, riechen noch schmecken

Die Polizei warnte zugleich erneut, dass man K.o.-Tropfen weder sehen, riechen noch schmecken kann. "Den Betroffenen steht kaum eine sichere Strategie zur Verfügung, sich vor der heimlichen Zuführung der Tropfen zu schützen." Nach der Einnahme von K.o.-Tropfen merke man zunächst nur, dass einem übel und schwindlig wird - so als hätte man zu viel Alkohol getrunken. "Bereits vor dem Verlust des Bewusstseins machen die Tropfen willenlos und leicht manipulierbar. In diesem Vorstadium kann man noch eine Weile relativ normal reden und sich bewegen - ohne, dass es für Außenstehende erkennbar ist, dass man bereits einen kapitalen 'Blackout' hat." Dem Täter bleibe darum genügend Zeit, die betäubten Opfer an einen Ort seiner Wahl zu führen.

Die Polizei rät unter anderem, das eigene Glas nie unbeobachtet zu lassen oder Freunde zu bitten, gegenseitig auf die Gläser zu achten. "Zögern Sie nicht, eine Feier oder Disco zu verlassen, wenn Sie sich dort nicht sicher fühlen. Wenden Sie sich an das Personal oder Freunde, wenn Ihnen plötzlich übel oder schwindlig wird." Beim Verdacht, dass K.o.-Tropfen verabreicht wurden, sollte man zudem sofort den Arzt aufsuchen.

Quelle: APA

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