Chronik

Bauernvertreter drängt auf Abschuss des Wolfes

Der Salzburger ÖVP-Nationalratsabgeordnete Franz Eßl sieht nach den Angriffen eines Wolfes auf Rinder und Schafe im Pongau die Alm- und Weidewirtschaft in Gefahr.

Im Großarltal und seinen Seitentälern ist der Wolf ein großes Thema. SN/michael einböck
Im Großarltal und seinen Seitentälern ist der Wolf ein großes Thema.

"Zwei Jungrinder dürften allein im September zwischen dem Großarltal und dem Gasteinertal von einem Wolf attackiert und getötet worden sein. Es sind schreckliche Bilder, die uns da erreichen. Wir dürfen nicht länger zuschauen, sondern müssen handeln", pocht der Salzburger ÖVP-Abgeordnete Franz Eßl auf eine endgültige DNA-Klärung und den Abschuss des Wolfes.

Im Juli wurden 24 Schafe von einem Wolf auch auf der Tofernalm getötet. Zehn Schafe dieser Herde werden noch vermisst.

"Wie viele Tiere müssen noch auf grausame Art und Weise umkommen, bis sich endlich die Vernunft durchsetzt, die klar besagt, dass der Wolf in den Salzburger Bergen und Almen nichts verloren hat", trommelt Franz Eßl seit langem für einen restriktiveren Kurs in der Wolfsdebatte. Als ÖVP-Tierschutzsprecher sei es ihm ein Anliegen, dass "es unseren Nutztieren, die auf den Wiesen weiden, gut geht."

In Europa sei der Wolf mit rund 30.000 Stück keineswegs vom Aussterben bedroht. "Aber die Ausbreitung des Wolfes im Alpenraum gefährdet die heimische und traditionelle Alm- und Weidewirtschaft." Für den ehemaligen Präsidenten der Salzburger Landwirtschaftskammer ist daher die Beurteilung bzw. Definition eines "günstigen Erhaltungszustandes" für ganz Europa als eine Einheit dringend notwendig. "Wenn wir auch in Zukunft eine Weidewirtschaft, wie wir sie in Salzburg betreiben, wollen, dann braucht es wolfsfreie Zonen." Und Salzburg müsse eine solche sein, so Eßl.

Im Bundesland Salzburg seien jährlich rund 100.000 Rinder, 35.000 Schafe und Ziegen und 5000 Pferde auf der Weide beziehungsweise auf Almgrundstücken.

Quelle: SN

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