Chronik

Baustelle auf der A1: Verkehr läuft flüssig ohne Stau

Die Baustelle auf der Salzachbrücke der Westautobahn (A1) ließen am Montag den Verkehr für mehrere Stunden zusammenbrechen. Dienstagfrüh konnten Autos und Lkw den Bereich jedoch zügig passieren.

 SN/chris hofer

Die Bodenwelle im Baustellenbereich, die an den beiden vergangenen Tagen Probleme bereitet hatte, wurde über Nacht abgeflacht und entschärft. Es kam am Dienstag nun zu keinen nennenswerten Verzögerungen. Auch auf den diversen Ausweichrouten lief der Verkehr zügig.

Chaos am Sonntag und Montag

Bereits am Wochenende bildeten sich kilometerlange Staus, so richtig dick kam es dann am Montag in der Früh. Im nördlichen Flachgau brach in Fahrtrichtung Salzburg praktisch der gesamte Verkehr zusammen. Auf der Westautobahn reichte der Stau bis zurück nach Thalgau. Auf der Wienerstraße im Bereich Eugendorf und weiter nördlich standen Autofahrer bis zu einer Stunde im Stau. In der Folge ereigneten sich noch einige Unfälle, die die Situation noch weiter verschärften. Dementsprechend die Stimmung vieler gestresster Lenker, die bei hochsommerlichen Temperaturen in ihren Fahrzeugen ausharren mussten.

Bodenwelle abgeflacht

Für viele Autofahrer war der "Schuldige" an der Misere schnell gefunden. Die Asfinag habe mögliche Folgen vor der Einrichtung der Baustelle auf der Westautobahn unterschätzt. Doch der Fehler lag im Detail."Über die beiden offenen Stellen, an denen die Dehnfugen der Brücke erneuert werden, sind zentimeterdicke Stahlplatten verlegt", erklärte Autobahnmeister Gregor Jadin. Vor und hinter den Stahlplatten seien sogenannte Rampen betoniert worden, um ein gefahrloses Überfahren bei einer Geschwindigkeit von maximal 60 km/h zu ermöglichen. In der Praxis, vor allem während der Nacht, habe sich jedoch gezeigt, dass manche Autofahrer an dieser Stelle mit Geschwindigkeiten von bis zu 120 Stundenkilometern unterwegs seien, und dies sei einfach zu gefährlich.

Aber nicht nur zu schnelle Lenker stellten ein Problem dar, auch laut Autobahnmeister Jadin besonders vorsichtige Lastwagenfahrer. Manche würden gar nur in Schrittgeschwindigkeit über diese Rampen fahren. Dass dadurch automatisch ein Stau entstehe, liege auf der Hand.

Im Detail erheben sich die Stahlplatten rund zwölf bis 14 Zentimeter über die Fahrbahnfläche. Um weitere Gefahrenquellen auszuschließen, hat sich die Asfinag entschlossen, die alten Betonrampen vor den Stahlplatten abzufräsen und neue, längere zu asphaltieren, um diese abzuflachen. Dies ist nun in der Nacht auf Dienstag geschehen.

Quelle: SN

Aufgerufen am 19.10.2018 um 05:48 auf https://www.sn.at/salzburg/chronik/baustelle-auf-der-a1-verkehr-laeuft-fluessig-ohne-stau-29090041

Schlagzeilen