Chronik

Bayerische Fahnder stellten an der Salzburger Grenze Rauschgift sicher

Aktion zur Bekämpfung der grenzüberschreitenden Kriminalität. Die Erfolge ließen nicht lange auf sich warten.

 SN/polizei

Nach dem Aufbau der Kontrollstelle auf der B21, Höhe Schwarzbach, wurde ein erstes Kontrollteam der Pidinger Schleierfahnder schon beim zweiten Pkw - einem Rover mit rumänischer Zulassung - in Sachen Rauschgift fündig. Der Fahrer, ein 36 Jahre alter Rumäne, stand nicht nur unter Drogeneinfluss, sondern führte auch noch ein größeres Sammelsurium an Rauschmitteln mit. Quasi als "Urlaubsration" waren rund 50 Gramm Marihuana und Haschisch in allerlei Behältnissen verpackt bzw. in Plastikfolie geruchsneutral verschweißt. Etwas "Koks" sowie ein paar illegale Ecstasy-Pillen fanden die Fahnder zudem noch in einem getragenen Turnschuh. Mit seinem Beifahrer befand sich der "Straßenkünstler" auf der Durchreise nach Südtirol. Nach erfolgter Blutentnahme im Krankenhaus, der anschließenden Anzeigenaufnahme und Hinterlegung einer Sicherheitsleistung durfte der Südosteuropäer die Dienststelle wieder verlassen. Allerdings musste er und sein Begleiter, der nach eigenen Angaben ebenfalls etwas "konsumierte" hatte, noch längere Zeit auf ihre Abholer bzw. Ersatzfahrer warten.

Währenddessen zogen die Fahnder aus Bad Reichenhall einen in Tirol wohnhaften 27-jährigen Bosnier mit seinem Mercedes Benz aus dem Verkehr. Der Durchreisende hatte in einer Armlehne zwei Tütchen mit über 10 Gramm Kokain deponiert, zusätzlich verlief ein Speicheltest positiv auf Cannabis. Wie im vorherigen Fall musste sich der Fahrzeuglenker einer Blutentnahme in der Reichenhaller Klinik unterziehen. Sollte sich das Vortestergebnis bestätigen, wovon auszugehen ist, droht ihm diesbezüglich ein obligatorisches Fahrverbot. Wesentlich gravierender wurde allerdings von Seiten der zuständigen Staatsanwaltschaft Traunstein die Einfuhr von Kokain "in einer nicht geringen Menge" beurteilt. Bei der harten Droge reichen zum Überschreiten des Grenzwertes schon etwas mehr als 10 Gramm. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft blieb der Bosnier über Nacht in der Arrestzelle der PI Bad Reichenhall und wird am Sonntagmorgen dem Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Laufen zur Klärung der Haftfrage vorgeführt.

Tiroler hatte zu viel "getankt" und keinen Führerschein

Ein Tiroler, der über den "Walserberg" das sog. "Kleine deutsche Eck" befahren wollte, hatte zwar keine Drogen konsumiert, dafür aber offensichtlich zu viel alkoholische Getränke konsumiert, sodass der vor Ort durchgeführte Alkotest einen Wert über den erlaubten 0,5 Promille ergab. Zudem bemerkte das aufmerksame Fahnder-Team neben einer deutlichen "Fahne", dass der vom 33-jährigen Fahrer ausgehändigte Führerschein in Wirklichkeit seinem knapp zehn Jahre jüngeren Bruder gehörte, welcher auf dem Beifahrersitz saß. Da der gebürtige Tiroler noch nie eine "Lenkerberechtigung" besaß, hatte ihm der Beifahrer kurzerhand seine eigene zugesteckt. Der Schwindel des in Österreich bereits erheblich polizeilich vorbelasteten Brüderpaares flog dann aber nicht zuletzt aufgrund des großen Altersunterschiedes auf. Wegen des Missbrauchs von Ausweispapieren, des Fahrens ohne Fahrerlaubnis sowie dem Fahren unter Alkoholeinfluss hat der Ertappte mit einer empfindlichen Strafe zu rechnen. Der anwesende Bruder musste sich wegen des Überlassens seines Führerscheins verantworten. Ein zugriffsbereit mitgeführtes verbotenes Springmesser brachte diesem zusätzlich noch eine Anzeige nach dem Waffengesetz ein. Schließlich untersagten die Beamten die Weiterfahrt und stellten den vollbesetzten österreichische Chrysler Voyager mangels nüchternen Ersatzfahrer an der Kontrollstelle ab.

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