Chronik

Bayerische Zollbeamte fassen gleich mehrere radelnde Drogenschmuggler

Dass seit Corona das Radfahren noch beliebter wurde, ist bekannt. Aber dass nun sogar Suchtgiftschmuggler auf das Fahrrad umsattelten, das müssen Zollbeamte der "Kontrolleinheit Verkehrswege Traunstein" im benachbarten Bayern in jüngster Zeit verstärkt feststellen. Innerhalb der vergangenen zwei Wochen konnten sie mehrmals radelnde Schmuggler nur durch vollen Einsatz zu Lande und zu Wasser stoppen, wie das Hauptzollamt Rosenheim in einer Aussendung berichtet.

Symbolbild.  SN/dpa
Symbolbild.

Die ungewöhnliche Serie begann demnach am Abend des 23. März, als ein Radfahrer am Stegübergang Hausmoning (Gemeindegebiet von Ainring direkt angrenzend an Wals-Siezenheim) vor der Zollkontrolle flüchtete. Nach einem Verfolgungsprint von rund 800 Metern konnte der Radler von einem hinterherlaufenden Zollbeamten festgehalten werden. Kurz vor der Festnahme warf der flüchtende Radler jedoch eine Tüte in die Saalach. Was dem zweiten Zöllner aber nicht entging: dieser "rettete" die Tüte, indem er sie aus dem bauchnabeltiefen Wasser zog. In der Tüte befanden sich 54 Gramm Marihuana. Bei dem radelnden Schmuggler handelte es sich um einen 15-jährigen Jugendlichen. Bei der Wohnungsnachschau fanden die Zöllner zwölf für den Verkauf vorbereitete Portionsbeutel gut versteckt im Kinderzimmer. Die ahnungslosen Eltern waren geschockt.

Am 28. März in der Nacht kam es erneut zu einem Fluchtversuch eines Radfahrers beim Anblick der kontrollierenden Zöllner - diesmal am Europasteg in Laufen - dem Nachbarort von Oberndorf.
Auch dieser Radler konnte durch die läuferischen Leistungen der Zöllner gestoppt werden. Der bei den Zöllnern einschlägig bekannte junge Mann gab sich anfangs unbeeindruckt von der anstehenden Kontrolle; als die Zollbeamten jedoch die Kontrolle intensivierten, wurde er nervös. Ergebnis der Kontrolle waren sieben Gramm Marihuana, die er am Körper trug.

Selbst über die Osterfeiertage wurde wieder geradelt. Den Fluchtversuch eines 34-jährigen Radlers vor der Kontrolle beim Hausmoninger Steg konnten die Zollbeamten durch ihren erneuten Einsatz zu Lande und zu Wasser vereiteln. In einem vom Fluchtradler weggeworfenen Beutel wurden diesmal elf Gramm Marihuana festgestellt.

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