Chronik

Bayernroute wird endlich vierspurig

Die Münchner Bundesstraße wird verbreitert. Probleme bei Grundstücksabtretungen verzögerten das Unterfangen.

Das Nadelöhr zwischen Lieferinger Spitz und dem Autobahn-Kreisverkehr wird ausgebaut. Bild:  SN/robert ratzer
Das Nadelöhr zwischen Lieferinger Spitz und dem Autobahn-Kreisverkehr wird ausgebaut. Bild:

Die Münchner Bundesstraße (B 155) gehört zu den belasteten Einfahrtsstraßen im Westen der Stadt. 57.000 Pendler, überwiegend Erwerbstätige, passieren täglich die Verbindungsstrecke zwischen Salzburg und Bayern. Während die Richtungsfahrbahn nach Freilassing bereits zweispurig ist, kommt es im einspurigen Nadelöhr zwischen Lieferinger Spitz und Autobahn-Kreisverkehr stadteinwärts immer wieder zu massiven Staus.

Mit dem Ausbau der 500 Meter langen Strecke hätte schon heuer begonnen werden sollen. Doch es gab Probleme mit den Grundstücksabtretungen. Die Eigentümer wollten ihre als Bauland gewidmeten Flächen anfangs nicht veräußern. Schließlich wurde gegen eine Grundbesitzerin sogar ein Enteignungsverfahren eingeleitet. "Wir versuchen, das möglichst zu vermeiden", heißt es aus dem Büro von Verkehrslandesrat Stefan Schnöll (ÖVP). Ehe es zur Zwangsenteignung kam - wo nur der Gutachterpreis bezahlt wird -, einigte man sich. Das Land bezahlte in Summe 1,1 Millionen Euro für die Grundstücke.

Mit den ersten Abrissarbeiten wurde bereits begonnen. Je nach Witterung sollen die Bauarbeiten noch heuer fortgesetzt werden, erklärt ein Sprecher Schnölls. "Die Hauptarbeiten erfolgen im Frühjahr, wobei wir die Beeinträchtigungen möglichst gering zu halten versuchen." Die Fertigstellung soll 2022 erfolgen, Kosten: 4,3 Millionen Euro.

Die Kreuzung Münchner Bundesstraße/Forellenweg/Lieferinger Hauptstraße wird in Absprache mit der Stadt zukünftig mit einer Ampel geregelt. Das Beibehalten des Kreisverkehrs hätte sich auf die Sicherheit der Fußgänger sehr nachteilig ausgewirkt, heißt es aus dem Büro von Verkehrsreferentin Barbara Unterkofler. Eine sogenannte Schleppkurve soll das Wenden vor Ort ermöglichen, um die Betriebe auf der stadteinwärts gelegenen Seite ohne großen Umweg erreichen zu können. Der Obus soll dann nicht mehr im Verkehr stecken bleiben, hofft ÖVP-Klubobmann Christoph Fuchs. "Der Bus wird mit dem Fließverkehr und auf der rechten Abbiegespur im Kreisverkehr weiter in die Stadt fahren."

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